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Typisch: so geht die ARD mit den Bundesligarechten um

9. Februar 2009 um 09:55 Uhr

Das war zu befürchten: die ARD bekam jetzt den Zuschlag, auch die Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga zusammenzufassen. Zur Zeit laufen die in einer einstündigen informativen Sendung im DSF.

Die ARD darf die Spiele ab 22 Uhr zeigen. Doch da läuft ja Anne Will. Und gerade im Wahljahr will man natürlich nicht auf die Talkshow verzichten oder sie nach hinten verschieben. Das war auch schon vor der Rechtevergabe klar und sollte auch der DFB wissen.

Doch der ARD ist das piepschnurzegal. Man kennt das ja auch schon von der 3.Liga. Teuer erkauft. Und was sieht man? Der Sportfreund erhoffte sich eine Live-Konferenzschaltung, wie man es von Premiere kennt. Nööö. Dann wenigstens das Topspiel der Woche live. Nööö. Das gibt es nur ganz selten mal in einzelnen dritten Programmen. Nein, die ARD versteckt ein paar dürftige Ausschnitte in der Sportschau.

Und so ist es nun auch mit der 1. Bundesliga. Die ARD möchte sie in den Tagesthemen unterbringen. Wie soll das ausssehen? Jeweils 2 Minuten pro Spiel, weil man den Rest ja mit Politik ausfüllen muss? Eine echte Schande für den Fußballfreund, für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und für den DFB/DFL, die so sorglos mit den Rechten umgehen. Und dafür zahlt der Bürger GEZ-Gebühren !

Die ARD sollte lieber beim Rodeln und Biathlon bleiben. Da sind sie gut. Aber Fußball ist einfach nicht deren Ding.

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Wok-WM wird zur Dauer-Werbesendung

um 09:40 Uhr

Es gibt schon kranke Bestimmungen in Deutschland. Einer der fragwürdigsten Regel bestimmen das Ausmaß und die Durchführung von Werbemaßnahmen im deutschen TV. Ohne Werbung kann eine Marktwirtschaft nicht funktionieren. Wenn Werbung nervt, schadet das dem Zuschauer als auch den Unternehmen, die dafür viel Geld zahlen.  

Und genau dahin treibt es der Staat. Die Werbung wird kontraproduktiv wegen der Werbeinseln, die sich kaum jemand anschaut. Viel effektiver und für den Zuschauer interessanter wäre zielgerichtete und passende Werbung. Der Staat nennt das aber Schleichwerbung und verbietet es.

So geschehen nun mit der letzten Wok-WM. Die beliebte Fun-Sportveranstaltung von Stefan Raab wird regelmässig gesponsert von Unternehmen, die ihre Banner an der Rennstrecke befestigen oder Namensgeber für die Viererwoks sind. Das ist bei Sport-Events niemals ein Problem. Es ist zwar auch Werbung, aber was kann das TV dazu, wenn in einem Fußball-Stadion überall Firmennamen prangen? Soweit gut. Aber die WOK-WM wird von den TV-Kontrolleuren nicht als echte Sportveranstaltung anerkannt. Das alleine ist schon eine Unverschämtheit gegenüber den Wok-Sportlern, die tagelang trainieren und ihr Leben aufs Spiel setzen.

Raab musste Strafe zahlen. Die nächste Wok-WM war zudem gefährdet. Ohne Sponsoren wäre eine solch erklassige Sendung ohne GEZ-Gebühren nicht möglich. Aber Raab ist ja clever. Und so nutzt er eine Lücke dieses ohnehin schon merkwürdigen Systems. Die Wok-WM wird als Dauerwerbesendung gekennzeichnet. Somit kann er in den 3 bis 4 Stunden soviel Werbung unterbringen, wie er möchte. Das dürfte sogar ein Vorteil für ProSieben sein, obwohl am Nachmittag dann weniger Werbung laufen wird. Aber effektiv ist ohnehin eher der Abend. Dass die Zuschauer damit mehr “Schleich”werbung sehen, ist den Gesetzeshütern ja zum Glück egal.

Ich finde es klasse, dass Raab ein kontraproduktives Gesetz mit eigenen Mitteln schlägt und damit demonstriert, dass der Staat diese ganzen sinnlosen Hürden für den wirtschaftlichen Mittelstand endlich abschafft.  

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3.Liga und der NDR verschläft es

5. Juli 2008 um 14:25 Uhr

Ganz Deutschland freut sich auf die neue 3. Liga, die in einigen Wochen anläuft. Topteams wie Dynamo Dresden, Eintracht Braunschweig, Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena, Stuttgarter Kickers oder Fortuna Düsseldorf spielen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Ganz Deutschland? Nein, leider nur der Osten. Der DFB hat die TV-Lizenz wie bislang in der Regionalliga der ARD gegeben. Ein großer Fehler. Denn Fußballfans erhofften sich natürlich eine Konferenzschaltung, sowie Live-Übertragungen in allen dritten Programmen. Doch was macht die ARD? Fast nichts. Lediglich der MDR tut was für seine GEZ-Gelder. Die übertragen zunächst mal jeweils ein Spiel live. Zu Beginn ist es Erfurt gegen Dresden.

Ansonsten gibt es nur wieder Zusammenfassungen. Wenn überhaupt. In der Vergangenheit glänzte gerade der unsportlichste Sender überhaupt - der NDR - mit Ausfällen.
Fans von Braunschweig und Kickers Emden gucken in die Röhre. Auch vom BR im Süden konnte man nichts anderes erwarten.

Nur die Ostclubs dürfen sich auf TV-Übertragungen freuen. Das dürfte für diese einen ordentlichen Wettbewerbsvorteil bringen.
Schade NDR! Chance verpasst. Aber noch besteht sie ja….

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ZDF verstößt im Sinne seiner Zuschauer gegen Verträge

26. Juni 2008 um 15:57 Uhr

Dramatik pur im Halbfinale der Fußball EM 2008 in der Schweiz. Die Deutschen sind völlig erstarrt gegen eine tapfer drauflosstürmende türkische Mannschaft. Es steht 1:1 und es sind noch rund 30 Minuten zu spielen. Die ganze Welt freut sich auf eine packende Endphase.
Doch dann das. Ob in Thailand, den USA oder der Türkei… plötzlich bleibt der Bildschirm schwarz. Ein Unwetter in Wien. Von dort kommen die von der UEFA zensierten Einheitsbilder aus den Stadien. Stromausfall!
Die ganze Welt sieht fats nichts mehr von den restlichen Spielminuten.
Ein Riesenskandal.

Die ganze Welt? Nein, nur die Schweiz, Deutschland und laut einiger Verdachtsmomente auch England schauen weiter. Die Schweizer haben als Gastgeber eine eigene Berichterstattung. In Basel gab es kein Gewitter und so überträgt das SF weiter fröhlich über den Satelliten.

Die dürfen das auch. Alle anderen Sender nicht. Das ist mit der UEFA vertraglich so geregelt. Man könnte ja Flitzer und Feuerwerkskörper sehen, was dem Ruf schaden würde.

Doch dem ZDF ist das Wohl seiner Zuschauer lieber als irgendwelche dubiosen Zwangsverträge. Scheiß drauf… Und so zapfte der Sender einfach das Schweizer Signal an. So konnten die deutschen Zuschauer fast durchgängig schauen. Der Rest der Welt bekam nicht mit, wie Deutschland das Ruder doch noch umriss.

Dafür gebührt dem ZDF die höchste Anerkennung. Auch wenn sie nun hohe Strafen zahlen müssen und evtl. keine zukünftigen Europameisterschaften mehr zeigen dürfen: Hochachtung! Schnell gehandelt im Sinne der Zuschauer!

Auch ansonsten kann man mit den Berichten während der EM bei ARD und ZDF zufrieden sein. Die Moderatoren im Umfeld waren klasse. Schade, dass Urs Meier und Kloppi jetzt gehen. Urs sollte Schweizer des Jahres werden. Das wird ja schließlich nicht jeder. Das können nur Schweizer werden.

Etwas mehr Begeisterung kam nun auch bei Toren auf. Was soll auch immer der Quatsch vom “neutralen Zuschauer”. Gibt es den überhaupt? Wenn ich ein schönes Spiel sehen will, gehe ich zum Eiskunstlauf oder zum Wasserballett.
beim Fußball feuert man ein Team an.
Wie wäre es mit Zweikanalton. Ein Sprecher begeistert sich für das eine, der andere für das zweite Team. ”I werd narrisch” oder “Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Tor Tor Tor….” möchte ich öfters hören.

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Deutschland ist Autoballeuropameister

8. Juni 2008 um 12:33 Uhr

Am Freitag fand die erste Autoball-EM in Köln statt. Stefan Raab war während einer “Schlag den Raab”-Sendung von der Sportart so begeistert, dass er gleich eine EM gründetet.

Die Ergebnisse der Vorrunde:
Gruppe A:
Irland - Italien 2:1
Schweiz - Türkei 2:2
Irland - Schweiz 4:1
Italien - Türkei 7:1
Italien - Schweiz 1:1
Türkei - Irland 1:1

1 Irland (Joey Kelly) 7 - 7:3
2 Italien (Giovanni Zarrella) 4 - 9:4
3 Schweiz (Patrick Nuo) 2 - 4:7
4 Türkei (Bülent Ceylan) 2 - 4:10

Deutschland - Polen 6:1
Österreich - Bosnien-Herzegowina 2:2
Polen - Österreich 0:2
Deutschland - Bosnien-Herzegowina  1:3
Bosnien-Herzegowina  - Polen 1:1
Deutschland - Österreich 2:1

1 Deutschland (Stefan Raab) 6 - 9:5
2 Bosnien-Herzegowina (Sergej Barbarez) 5 - 4:6
3 Österreich (Thomas Muster) 4 - 5:4
4 Polen (Dariusz Michaelczewski) 1 - 2:9

Man könnte über das Event politisch korrekt zunächst mal darauf hinweisen, dass solche Autosportarten umweltfeindlich sind, dass dabei 16 Autos unnötigerweise zu Schrott gehen, dass es kein gutes Vorbild ist und und und…

Das lassen wir jetzt mal alles weg. Vom Unterhaltungsfaktor her war die Show mal wieder ein erstklassiges Raab-Event. Die meisten Speile waren sehr spannend und es gab einige dramatische und amüsante Szenen. Großartig die Aktionen, als z.B. Raab mit voller Wucht gegen den Pfosten fuhr, um einen Ball abzuwehren oder als dem Ball die Luft ausging.

Stefan Raab ging als großer Favorit ins Rennen, musste sich dann aber überraschend gegen Bosnien-Herzegowina geschlagen geben. So wurde das Spiel gegen Österreich noch einmal richtig spannend.

Italien wurde vom Publikum nicht gerade nett empfangen. Die Türken überzeugten vor allem durch viele Crashs. Polen hatte nei eine wirkliche Chance.

Im Halbfinale kam es zu folgenden Spielen:
Irland - Bosnien-Herzegowina 5:4
Deutschland - Italien 5:3

Spätestens jetzt zeigte sich die medienwirksame Form des Autoballs. Tolle Aktionen und viel Spannung gab es zu sehen.

Im Traumfinale kam es zum Dauerduell Raab gegen Kelly. Für Joey war das Finale schon ein großer Erfolg, da er Ballsportarten nicht so richtig mag. Doch er schlug sich tapfer. Am Ende gewann aber Deutschland.

Finale: Deutschland - Irland 2:1

Wir hoffen auf eine Wiederholung, vielleicht als Autoball-WM im nächsten Jahr. 

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Doppelpass: Weidenfeller-Theater

28. August 2007 um 10:17 Uhr

Im Doppelpass ging es diesmal um Borussia Dortmund und vor allem um das Schmierentheater zwischen Asamoah und BVB-Torhüter Weidenfeller. Ich bin weder ein großer Schalke-Fan, noch zählt der BVB zu meinen Topteams. Asamoah finde ich aber gut. Dennoch finde ich die 3-Spiel-Sperre für Weidenfeller für eine Farce.

Was war passiert. Die beiden hatten eine Meinungsverschiedenheit auf dem Platz. So etwas passiert sicher alle 2 Minuten. Völlig normal. Asamaoh verletzte den Torwart leicht, Weidenfeller sagte ihm dazu einiges. Ok. Kurze Zeit später erzielte Asamoah ein Tor und machte eine unschöne Geste (Kopf abschneiden). Damit war sein Frust erledigt, also auch alles im Rahmen. Weidenfeller entschuldigte sich zudem noch bei ihm auf dem Platz.     

Auch später in Interviews wirkte Asamoah glücklich und äußerte sich zum Vorfall wohl nicht. Aber “gründliche” Journalisten wurden mißtrauisch und wollen ein “schwarzes Schwein” herausgelesen zu haben. Auf Nachfrage bestätigte das Asamoah, womit das große Theater anfing. Rassismus auf dem Platz. Weidenfeller bestätigte zwar, dass er ihn beleidigt habe, aber nicht mit diesen Worten. Angeblich soll es “schwules Schwein” gewesen sein. Was ist nun ein schlimmeres Schimpfwort: schwarz oder schwul. Oder sind das einfach nur Fakten?

Bei alle dem guten Willen, Fremdenhass in der Gesellschaft zu stoppen: so erreicht man eher das Gegenteil. Auch in der Sendung kam nun eher die Frage auf, warum man dann nicht auch Asamoah bestraft hätte wegen der Geste. oder lügt er gar? Auch diese Anschuldigungen halte ich für übertrieben.
Lasst die Fußballer auf dem Platz doch sagen, was sie wollen. Die machen das schon selber unter sich aus. Es ist nie ernst gemeint. Kindergarten DFB und Journalismus.

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Doppelpass: Lustiges Geplänkel zwischen Lattek und Thurn und Taxis

15. August 2007 um 07:11 Uhr

Premiere-Moderator Fritz von Thurn und Taxis war mal Torwart, Udo Lattek spielte Mittelfeld, Armin Grasmuth von der BILD hatte auch schon mal einen Ball gesehen. Daraus ergab sich ein lustiges Wortgefecht. Viel Lob bekam Erfolgstrainer Armin Veh vom VfB Stuttgart, dem nun doch mehr zugetraut wird. Thomas Helmer war ebenfalls zu Gast.

Neben dem VfB standen aber natürlich wieder die Bayern im Mittelpunkt. Der klare Sieg gegen Rostock bestätigte die Fußballfans in der Annahme, sie starten einen Durchlauf zur Meisterschaft. Interessant war das Interview mit Felix Magath. Die überraschende Auftaktniederlage des VfL Wolfsburg gegen gegen Bielefeld sah Magath als fast logisch an. Aber in 2-3 Jahren spielen die Wölfe international. Das wäre sehr erfreulich.

Nächste Woche geht es um Werder Bremen, die diese Woche in der CL-Quali gegen Zagreb ran müssen.

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Doppelpass: FC Bayern schon Meister 2008

6. August 2007 um 16:49 Uhr

Die wohl beste Fußball-Talkrunde geht in eine neue Saison: Doppelpass - die Krombacher Runde.

Jörg Wontorra begrüsste diesmal Rudi Assauer, Lothar Matthäus, Udo Lattek und die Journalisten Philipp Köster (11 Freunde), Uli Köhler (N24/SAT1) und Peter Wenig (BamS). Oliver Schwesinger las wieder die Kommentare von Internet-Usern vor und die Musik machte wie immer das Trio La Haze.

Das Trio La Haze hat übrigens endlich ein “Best of” ihrer größten Hits herausgebracht. Zu bestellen zu einem sagenhaft günstigen Preis hier.

Das Phrasenschwein füllte sich wieder recht gut. Soweit war also alles wie in früheren Jahren auch. Und natürlich gibt es wieder nur ein Team, das Meister wird: der FC Bayern München. Und auch die nächsten Positionen wurden schon verteilt: Schalke, Werder und Stuttgart.

Dann können wir doch gleich zur Saison 2008/2009 übergehen, wenn schon eh alles klar ist, oder? Ich sehe das aber ganz anders. Mein Tipp: Meister wird Hannover 96. Wer Real Madrid mal eben so mit 3:0 deklassiert und im Pokal in Ahlen schnelle 3 Tore zu Beginn macht, der ist einfach reif für die Meisterschaft. Zudem ist das Team fast unverändert und auch schon im Vorjahr konnte man die Qualitäten entdecken. Bayern wird wohl Zweiter vor Stuttgart, Wolfsburg und Schalke. Bremen wird wohl höchstens auf Platz 6 landen.

Die prickelnde Sport-Talkshow gibt es sonntags im DSF ab 11 Uhr.

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