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Der Requardt: Keine Angst haben nur die Dummen

19. September 2007 um 07:07 Uhr

Seit Montag läuft auf RTL2 im Vorabendprogramm “Der Requardt”. Er ist eine Art Berater für alle Lebenfragen, wirkt aber aus meiner Sicht manchmal etwas überheblich.

In der ersten Ausgabe ging es um zwei Fälle.
Silvana beklagt sich bei ihrem Freund Sten immer, dass er zu schnell Auto fährt. Sie hat Angst, weil sie schon mal einen Unfall hatte. Er möchte sich aber nicht reinreden lassen, weil er sein Auto im Griff habe. Dabei überholt er aber rechts, fährt dicht auf und hupt. Das nervt Silvana.

Requardt warf sich voll auf die Seite von Silvana, was ich schon mal nicht gut fand. Er meinte zum Schluß, dass Sten vorsichtiger fahren und mehr Rücksicht auf seine Freundin nehmen solle. Er meinte sozusagen, er solle die Ängste akzeptieren. Sten habe nie Angst. Darauf Requardt: “Keine Angst haben nur die Dummen”.

Diesen Spruch halte ich wiederum für dumm. Ängste sind das Übel vieler schrecklichen Dinge. Mit Angst kann man Menschen negativ beeinflussen, auch sich selber. Ich halte es für wichtig, seine Ängste zu besiegen. Allerdings sollte man das nicht mit Übermut oder waghalsigen Aktionen verwechseln. Von daher trifft es in diesem Auto-Beispiel natürlich nicht zu. Silvana sollte ihre Ängste in den Griff bekommen, aber nicht durch schnelles Autofahren, sondern z.B. durch Vertrauen in ihren Partner.

Er wiederum sollte sich tatsächlich einen anderen Fahrstil zulegen. Nicht agressiv durch Auffahren und Hupen. Allerdings sollte er selber wissen, wie er sein Fahrzeug fährt. Reinreden bringt nur Unruhe und wesentlich mehr Gefahr. Es müssen also beide etwas tun, nicht nur Sten. Ein Minsupunkt für Requardt.

Anders im zweiten Fall:
Petra und Peter kommen nicht mit ihrer 12jährigen Tochter klar. Angeblich würde sie keinen Respekt zeigen, nicht aufräumen oder im Haushalt helfen, keine Regeln beachten und rumbrüllen.
Die Filmbeispiele zeigen ein anderes Bild: zunächst schreien die Eltern rum. Die Mutter führt sich auf wie eine Furie. Sie brüllt rum, dass das Kind endlich den Fernseher ausmachen und das Zimmer aufräumen soll. “Nicht, jetzt, später” lässt die Mutter nicht gelten. Ein Klassiker. Eltern können einfach nicht akzeptieren, dass auch Kinder ein eigenes Zeitmanagement besitzen. Und das ist auch gut so. Je früher sie das lernen desto besser ist es für ihre berufliche Zukunft.
Die Mutter kritisiert sogar, dass ihre Tochter eine eigene Meinung habe. Oh, wie böse… Und das soll eine Erziehung sein? Das ist Sklaverei.

Für mich ist die Situation klar: in der Familie herrscht eine agressive Grundstimmung, die von den Eltern kommen. Die Tochter passt sich dem Niveau nur an und zeigt den Eltern einen Spiegel vor. Aber sie sind zu dumm, das zu erkennen.

Dann kam der Vater ins Spiel. In der Woche auf Achse und am Wochenende schlägt er seine Tochter. Er meint “Eine Ohrfeige hat noch niemanden geschadet”. Dabei kann das schlimmer sein als mancher Kindesmißbrauch. Der Vater fordert Respekt, der er aber selber nicht gibt.

Die Tochter sass leider nicht im Studio. Warum nicht. Wenigstens durfte sie 2 Statements abgeben: sie kritisiert das Anschreien und die Gewalt und wünscht sich, dass sich die Eltern trennen.

Requardt sah die Sache genauso wie ich. Er sagte, es sei ein Tabu, seine Kinder zu schlagen. Das machen nur Menschen, die keine Argumente mehr haben. 
Interessanterweise äußerte er eine mutige Aussage: “Trennen Sie sich”.  Damit liegt er sicher nicht falsch, aber es würde wohl nicht reichen. Auch die Mutter sollte wesentlich ruhiger werden und mit ihrer Tochter vernünftig sprechen. Regeln sollten auch begründet und ggf. diskutiert werden.

Ob die Sendung auf Dauer interessant bleibt hängt wohl auch von den Fällen ab. Der Start war ganz ok. Werktags um 19:00 auf RTL2.

Raus aus den Schulden: 2 Autos müssen sein

10. September 2007 um 06:58 Uhr

Der staatliche Schuldnerberater Peter Zwegat ist wieder zurück. Ein fähiger Mann, der mit seiner besonnenen Art verschuldete Menschen helfen will.
Diesmal ging es um ein Ehepaar, das 432300 Euro Schulden hat. Sie haben zwei Bäckereien für 240000 Euro gekauft, in 200 km Entfernung, rauchen, haben 2 Handys und 2 Autos, sowie ein Haus, das sie noch abbezahlen müssen.

Sie geben die Schuld den Verkäufern der Bäckerei. Sie laufen nicht so gut. An ihrem Luxusleben wollen sie aber nichts reduzieren. Völlig uneinsichtig.
Am Ende zieht die Dame doch nach Saarbrücken in die Nähe ihrer Geschäfte und der Ehemann sucht eine neue Arbeit. Die Banken reduzieren die Zinssätze. Und schon läuft es wieder. Es kann alles so einfach sein, wenn man nicht in Panik verfällt und sich einschränkt.

Die Sendung ist nicht nur gut für Schuldner, sondern vor allem für alle anderen, um nicht in die Situation zu kommen. Einer der besten Sendungen auf RTL.

Die Super Nanny: Real oder gestellt?

um 06:51 Uhr

Die Super Nanny ist einer der meist gesehenen Serien im Privatfernsehen. Die neue Saison ist gestartet. Auch diesmal habe ich mir eine Folge angetan. Gar nicht mal so schlecht. Allerdings stellt sich eine Frage: sind die Szenen gestellt oder echt?

Die Super Nanny Katja hat diesmal den 14jährigen Felix besucht. Er säuft un draucht seit 4 Jahren. Vor 2 Jahren hatte sich seine Mutter von ihrem Mann getrennt, weil er sie ständig geschlagen hat. Das macht nun ihr Sohn. Vor laufender Kamera beleidigte er sie lautstark und warf sie auf den Boden. Er hält sie für dumm und leidet selber an Perpektivlosigkeit. Er bemängelt an seiner Mutter, dass sie seine Freunde nicht akzeptiert. Zumindest sein Lieblingsfreund ist ebenfalls Hänger, der nichts auf dem Kasten haben - außer Drogenkonsum. 

Katja war fassungslos, blieb aber recht ruhig. Sie ging mit Felix in eine JVA. Dort konnte er sich mit Gefangenen unterhalten und seine potentielle Zukunft abchecken.
Anschließend sah er ein, dass die Freiheit wohl doch besser wäre. Er sprach wieder mit seiner Mutter - ohne aber wirklich Reue zu zeigen.

An der Katja bemängele ich, dass sie die Schuld ein wenig zu stark an der Trennung zwischen Vater und Mutter festmacht. Schließlich begann sein Drogenkonsum schon 2 Jahre vorher. Es wird wohl eher an der allgemeinen Gewalt in der Familie vorher, dem schlechten Umgang im Freundeskreis und der depremierenden Umgebung liegen. Und so richtig spürt seine Mutter auch nicht, wie sie mit ihrem Sohn umgehen sollte.

Positiv bei der Nanny file mir auf, dass sie nicht nur Felix kritisiert, sondern eben auch ein wenig die Mutter trotz aller sichtbaren Leiden. Auch bietet sie Alternativen an. So holte sie einen Rapper hinzu, der ihm vorschlug, seine Gedanken in Raptexte zu verarbeiten. Guter Vorschlag.

Doch habe ich meine Zweifel, dass die brutalen Szenen zu Beginn der Sendung real sind. Würde jemand vor laufender Kamera seine Mutter halb totschlagen und derart rumbrüllen?

Experiment Inkognito: Niemand erkannte Thomas Anders

7. September 2007 um 10:28 Uhr

Nach der etwas schwachen ersten Ausgabe mit Jeanette war die Folge mit Thomas Anders als 72jähriger Werner Stockhahn eine gewaltige Steigerung. In seiner Verkleidung kaufte er bei SATURN Modern Talking-CDs. Der Verkäufer schien nicht gerade ein Fan der Gruppe zu sein.
Thomas Anders erkannte dabei, dass die Verkaufsläden nicht gerade in seinem Sinne als Künstler arbeiten. Servicewüste Deutschland halt.

Auch im Klavierhaus wurde er als Promi sofort bedient, als alter Herr erst nach 15 Minuten. Weder sein Chauffeur noch seine Frau erkannten den Künstler. Die Maske war einfach zu perfekt und vor allem konnte er seine Stimme sehr gut verstellen.

Diesmal gab es ja auch mal einige negative Auskünfte, was besonders reizvoll ist. Dumm wäre es natürlich, wenn z.B. der Chauffeur zu viel Privates verratet hätte. Aber hätte der Sender das nicht ohnehin rausgeschnitten? Von daher kann das Experiment gar nicht richtig funktionieren - immer nur tendenziell.

Dennoch macht die Sendung so langsam Spaß. Nächste Woche steigt Ralf Bauer in ein Frauenkostüm. Da habe ich ja wieder Zweifel, ob das dann stimmlich passt. Schau’n mer mal…

Rach der Restauranttester: Schnitzel aus Wien

5. September 2007 um 07:51 Uhr

Er ist wieder da: Christian Rach, der Sternekoch aus Hamburg. Jede Woche testet er nun wieder Restaurants, denen es nicht gut geht. Rach analysiert, was falsch läuft: schmutzige Küche, schlechtes Essen, mieses Marketing usw.

Diesmal ging es um das Gasthaus Zur Laterne in der Grafschaft Nierendorf. Der Chef hat sich auf Schnitzel spezialisiert. Für Rach sind sie eine Katastrophe. Also flogen die beiden nach Wien, um zu sehen, wie ein richtiges Schnitzel hergestellt wird - mit drei Pfannen unterschiedlicher Hitze.
Es wurde alles gesäubert und alle Zutaten wurden frisch erstellt. Danach lief alles gut.

Den Christian Rach sehe ich irgendwie mit gemischten Gefühlen. Einerseits halte ich ihn für genial und unterhaltsam, zum anderen aber für total arrogant. Er geht davon aus, dass sein Geschmack der allgemeingültige ist. Das bemerkte man z.B. an der weißen Sauce. Diese kam bei den Gästen sehr gut an, Rach schmeckte sie überhaupt nicht.
Auch bemängelt er stets, wenn etwas aus der Dose kommt. Dabei gibt es z.b. Menschen, die lieber Kartoffelpürree aus Pulver und Erbsen aus der Dose essen als selbstgemacht oder in frischer Form. Geschmäcker sind zum Glück unterschiedlich. 

Aber insgesamt besitzt die Sendung eine enorme Anziehungskraft. Sie läuft nun wieder jeden Sonntag ab 19:10 auf RTL.

Hausfrauenstreik: die alten Klischees

22. August 2007 um 08:07 Uhr

Ein neuer Trend: Frauen verlassen für einige Tage ihre Männer und diese versinken im Chaos. Kabel1 filmte dabei ein komplettes Dorf. Das fand ich schon mal recht langweilig. Nun will es RTL mit Hausfrauenstreik versuchen. Für mich auch nicht viel besser.

Hier werden mal wieder die alten Klischees bedient: Männer sind faul, egoistisch, herzlos und haben keine Ahnung von einfachen täglichen Dingen. Na toll, sop eine Sendung sollten wir Männer mal über Frauen machen. Was dann los wäre….?

In Folge 1 ging es um Familie Zumbach. Papa Ralf ist Rohrnetzbauer und verdient das Geld. Mama Petra ist Hausfrau (gelernte Frisörin). Die 4 Kinder gehen noch zur Schule. Petra fühlt sich überarbeitet. Sie muss allen das Essen machen, die Getränke bringen, waschen und täglich sauber machen. Sie kritisiert, dass ihre Söhne zu Machos erzogen worden sind - wie der Vater.

Da stelle ich mir doch gleich mal einige Fragen:
angeblich macht sie doch alles und kümmert sich als einzige um die Kinder. Wer hat sie also erzogen? Doch wohl die Dame im Haus. Warum hat sie dann in der Erziehung versagt, bzw. den Kevin bewusst zu einem Macho erzogen? Eigene Schuld.
Dann ist es immer fraglich, ob ein Haus JEDEN Tag gesäubert werden muss. das ist oftmals eine Frage der eigenen Anschauung. Die Petra mag es wohl nicht schmutzig. Also möchte SIE eine saubere Wohnung und muss dann eben etwas dafür tun. Für die Jungs würde vielleicht einmal pro Woche oder noch seltener reichen. Warum sollen sie also die Wünsche der Mutter/Frau ständig erfüllen?

Zudem würde mich mal interessieren, wie die Frauen reagieren, wenn sie auswärts in einem Unternehmen hart arbeiten müssten und abends kaputt sind oder auch mal etwas Freizeit mit ihrem Hobby verbringen wollen. Und auch die Schule ist stressiger als manche Hausfrauen so denken. Kinder brauchen auch Entspannung, z.B. durch Computerspiele.

Diese Sendung halte ich für gefährlich für die Gesellschaft. Wer guckt sie denn vorwiegend? Frauen? Die werden aufgerüttelt: Ja, die Frauen haben recht. Wir werden unterdrückt. Wir müssen auch mal streiken. Es kommt zu Mißverständnissen, Streit und noch mehr Scheidungen.

Natürlich gibt es viele Dinge, bei denen Männer ihre Frauen zu Hause unterstützen könnten und sollten. Doch das sollte harmonisch, einfühlsam und vernünftig besprochen werden. Und wenn der Mann das nicht einsieht oder die Frau kein Verständnis hat, dann ist die Ehe ohenhin nicht mehr zu retten.

Abenteuer 1900: Leben im Gutshaus

19. August 2007 um 05:45 Uhr

Nach den Tierrettern von Aiderbischl gibt es in der ARD wieder einmal ein Experiment. 20 Menschen leben 8 Wochen lang in einem Gutshaus wie vor über 100 Jahren in strenger Hierarchie. Da gibt es die Herrschaften, die Mamsel, die Stallburschen, die Lehrer, Köche und Diener. Zunächst war der Einzug und die Schulung der Bediensteten zu sehen. Bin mal gespannt, wie sie sich fügen. Montag kommen die Herrschaften an.

Interessante Psychostudie. Hoffentlich werden nicht wieder so viele Tiere gequält.

Dienstags bis freitags in der ARD gegen 18:45 Uhr.

Goodbye Deutschland: Übergepäck

18. August 2007 um 05:06 Uhr

Stephan Golla und Susanne Franz sind nach Australien ausgewandert. Was ich absolut nicht verstehe: die haben einen Spediteur beauftragt, um ihre Sachen nach Australien zu befördern. Trotzdem haben ihre Koffer einen Gewicht über 32 kg. Abgesehen, dass die Fluggesellschaften eine Obergrenze haben, dürfte mittlerweile bekannt sein, dass solch ein schweres Gepäck von den Mitarbeitern gar nicht angehoben werden dürfen.
Die beiden haben einen Großteil ihrer Koffer daraufhin am Check-In-Schalter in Taschen umgeladen und diese an den Spediteur weitergeleitet. Warum nicht gleich so? Für die paar Tage bis zum Eintreffen des Containers kommt man auch mit 20kg pro Person locker aus.

Erstaunlich fand ich, dass die beiden vorher noch nie in Australien waren. Dort leben auf Gut Glück ohne zu wissen, ob es ihnen gefällt. Waghalsig!

Aber sie hatten Glück. Es gefällt ihnen. Sydney ist ja auch klasse. Nur vieles ist sehr teuer. Eine Wohnung direkt am Hafen für umgerechnet 1500 Euro… na ja, wer es hat. Aber ein schöner Blick…

Was immer so eine Sache ist, ist die Auswanderung mit Kindern. Im Falle der Auswanderin nach Südafrika lief es ja gut. Sie sprachen sehr schnell englisch, müssen aber noch aus Geldmangel auf Pool und Pferde verzichten.
Besser halte ich Auswandern, bevor Kinder zur Schule gehen oder erst danach. Aber ist halt nur meine Meinung.

Und Konny Reimann aus Texas beklagt Touristen, die ihn fotografieren wollen. Er ist nun mal ein Stra. Das hätte er sich vorher überlegen müssen. Er bekommt ja sicherlich auch gut Geld für die Filmaufnahmen.  

Mein neues Leben: Elvis lebt

17. August 2007 um 07:42 Uhr

Die letzte Ausgabe von Mein neues Leben XXL hatte es bewiesen. Von wegen 30jähriger Todestag von Elvis Presley. Der King lebt. Er hält sich in Las Vegas auf und singt für Liebespaare, die sich dort trauen lassen.

Endlich mal wieder ein Auswanderort, den ich persönlich kenne und schätze: Las Vegas. Eine berauschende Glitzer-Stadt mitten in der Wüste. Interessant, wie sich Familie Dörr dort eine berufliche Zukunft aufgebaut hat. Er macht Exklusiv-Stadtführungen für deutsche Touristen und sie ist Weddingplanerin und kümmert sich auch ums Rahmenprogramm. Ihr Kontakt zu Elvis ist jedenfalls sehr gut, wie man gesehen hat. Viva Las Vegas!

Endlich selbstständig: Club der Republik

um 06:24 Uhr

Nach den zahlreichen Auswanderstories und dem Jobcasting geht es nun an die neuen Selbstständigen ran. Begleitet wurden vier junge Menschen, die in Dresden eine Bar eröffnen, den “Club der Republik” in der Louisenstraße.
Als Starttermin wurde ein Straßenfest auserkoren, um schnell Gäste zu erhalten. Doch es wurde sehr knapp. Eine von ihnen kümmerte sich komplett um die Finanzen und die Organisation. Anscheinend eine gute Maßnahme.

Erstaunlich war, dass es kaum Diskussionen gab, was ich bei einer solchen Meneg an Unternehmensgründer erwartet hätte. Manche waren zwar etwas fauler als andere, aber am Ende stand der Laden und die Gäste waren zufrieden.

Gute Sendung, die Mut machen sollte, sich selbstständig zu machen. Ist immer noch die bessere Alternativ als Hartz 4.

Die Promi-Auswanderer: der Fanschutzzaun

14. August 2007 um 18:05 Uhr

Na, das musste ja kommen. Da die Auswanderserien so erfolgreich laufen, verfolgt RTL nun nach gleichem Prinzip Prominente in ihre Wahlheimat. Zunächst ging es nach Mallorca. Dort lebt schon Costa Cordalis mit seiner Familie. Hauptsache Spaß im Pool mit seinem Sohnemann haben ist wohl seine Devise. Die Spaßbremse ist seine Frau, die sehr frustriert scheint. Hätte sie sich das nicht vor 20 oder 30 Jahren denken können, als sie den Griechen auserkoren hat?

Martin Semmelrogge ist so beliebt, dass seine Fans Pilgerfahrten zu seiner kleinen bescheidenen Hütte veranstalten. Nun baut er einen hohen Fanschutzzaun. Solange es keine Schießbefehl gibt…. Die Fans waren aber auch die Härtesten. Da beschwert sich Martin direkt bei ihnen und was tun sie? Sie fragen nach einem weiteren Autogramm. 

In einer ganz anderen Welt leben Ursula Karven und Kim Steeb. Sie haben eine Yoga-Schule eröffnet. Nach dem Tod ihres Sohnes haben der Buddhismus und Yoga der Ursula Halt gegeben. Eine schöne Geschichte, aus der man etwas lernen kann.

Im Geld schwimmt anscheinend Alex Christensen. So hat er sich über gar nicht mal so üble Häuser lustig gemacht und sucht sich am Ende eine Luxusvilla mit Nebenhäusern , Riesen Swimmingpool und eigenem Park aus. Natürlich braucht man für zwei Leute vier Schlafzimmer und drei Badezimmer. Schon klar. Aber das Teil war wirklich nicht übel. 2 1/2 Mille müsste man mal eben übrig haben.

Insgesamt war die erste Promi-Ausgabe informativer und amüsanter als gedacht. So langsam ähneln sich die ganzen Stories um Kanada und Australien ja ziemlich. Da sind die Promis durchaus mal eine willkommene Abwechslung.

Gülcans Traumhochzeit: The question is what is the question

9. August 2007 um 07:43 Uhr

Am Dienstag war es endlich soweit Gülcan und Sebastian Kamps gaben sich endlich das Ja-Wort. Erstmals wurde eine Trauung in Deutschland live übertragen. Die Szenerie war allerdings wohl ganz anders als erwartet.

Schon in den letzten Wochen wunderte man sich, dass Vater Heiner Kamps nie zu sehen war. Er fand die Serie furchtbar. Aber damit muss man als reicher Geschäftsmann, dessen Sohn eine nicht weniger bekannte TV-Moderatorin heiratet, eben leben. Auf die Hochzeit kam er auch nicht. Die Presse war vorher schon informiert. Anscheinend fanden das die Familie und der Sender peinlich. Daher erzählte Moderator Steven Gätjen, dass er doch kommen würde. Stimmte aber nicht. Er war nicht zu sehen.

Es gab auch noch ein paar andere Kuriositäten: viele Gäste wurden für ihr Kommen mit 20 Euro bezahlt. Über Gülcans Kleid wurde in der Presse viel gemeckert - ich fand es gut.

Die Hochzeitszeromonie war eigentlich sehr kurz. Erst gab es ellenlange Interviews und Rückschauen auf die letzten Wochen ehe Gülcan mit einer Kutsche und Sebastian mit einem Lamborghini, sowie sein Freund per Hubschrauber ankamen. Ohne viel Worte gaben sich beide dann schnell das Ja-Wort und einige Küsschen.

Vor der schönen Location in Travemünde, in der auch einer meiner Bekannten seine Hochzeit feierte, wurde dann ein großes Feuerwerk abgefackelt. Vom herrlichen Blick auf die See war allerdings nicht mehr viel zu sehen. Es war ja schon dunkel um 22 Uhr.

Stilgerecht gaben sich zwei Weltstars auf der Bühne vor vielen zaungästen die Ehre: Natasha Bedingfield und Scooter. Letztere spielten ihren neuen Hit “The question is what is the question” und ein Medley einiger Hits. Der Auftritt der Techno-Legenden mag sicherlich etliche Gäste verwirrt haben. Recht untypisch für eine Hochzeitscombo. Aber es passte irgendwie absolut gut rein in eine nicht alltägliche Hochzeit. Solch ein Tag sollte vor allem für das Brautpaar da sein. Und wenn es ihnen gefällt, dann ist das auch gut so.

Man kann natürlich jetzt spekulieren, wie lange die Ehe der völlig unterschiedlichen Charaktere halten wird. Vielleicht sollte die Real-Doku deshalb weitergeführt werden. Aber das wäre ja böse…..

Die Hunde haben die Ringe übrigens doch nicht gebracht. Dabei hatte Gülcan doch so schön geübt….

Der Glücksvollzieher: Harry Wijnvoord und der Ofen

um 07:05 Uhr

Auch die zweite Folge mit Tetje Mierendorf war geglückt. Karsten wollte sich bei Anja Nobbe aus Bohmte in Niedersachsen bedanken, weil sie Erste Hilfe leistete, als er einen Motorradunfall hatte.

So wurde sie nun mit ihrer Freundin als Lockvogel nach Köln gelockt. Durch eine glückliche Fügung durfte sie im Schloßhotel Lerbach übernachten. An einem Losstand gewann Anja einen Salz- und Pfefferstreuer, einen Pandabären und eine Mikrowelle. Was für ein Glück! Diese durfte sie in einem Kochstudio abholen, wo zufälligerweise Harry Wijnvoord von “Der Preis ist heiß” gerade ein Gewinnspiel moderierte. Natürlich gewann sie den Hauptpreis, einen Ofen.

Ein Chauffeur brachte sie dann zu einer Modedesignerin, wo sie einige Kostüme anprobieren durfte. Ein Kleid wurde ihr dafür geschenkt. Am Ende löste sich der Glückstag am Hotel auf, wo sie Karsten, Tietje, alle Beteiligten und ihre Freunde und Bekannte traf.

Als Zuschauer kann man sich hier mit der Hauptperson richtig mitfreuen. Vielleicht sollte man das persönlich im Bekanntenkreis auch öfters mal umsetzen.

Avenzio: Schlüsselreize

7. August 2007 um 07:11 Uhr

Letzte Woche habe ich mal wieder eine Serie angetestet: Avenzio. Scheinbar hat die Sendung mehrere Konzepte, die sich abwechseln und alle etwas mit Heim, Wohnung, Lifestyle, Familie, Liebe zu tun hat. Unter dem Begriff “Schlüsselreize” schaut sich eine Frau vier Wohnungen von 4 potentiellen neuen Freunden an. In diesen Wohnungen entdeckt sie Dinge, die auf den Beruf, die Hobbies, Sauberkeit, sportliche Tätigkeiten, Ex-Freundinnen usw. schließen. Am Ende entscheidet sich die Dame in ihrer eigenen Wohnung für den Kandidaten mit der “besten” Wohnung.

Gute Idee, die es in ähnlichen Formen schon mal gab.  Hier zählt nicht der äußerliche Eindruck, sondern mehr. der Zuschauer merkt aber auch, worauf die Frauen wert legen, z.B. Sauberkeit im Bad, Sportlichkeit oder Loslassen von der Ex. Ganz unterhaltsam. Auf Dauer müsste man mal sehen…

Bislang lief Avenzio immer werktags um 11 Uhr auf Pro7.

Die Tierretter von Aiderbichl: lobenswerte Aktionen

4. August 2007 um 11:41 Uhr

Absolut lobenswert finde ich die Sendungen im ARD-Vorabendprogramm, die svon den Tierrettern vom Hof Auderbichl handeln. Noch erfreulicher sind natürlich die Aktionen der Mitarbeiter selber. Sie kümmern sich um verletzte Pferde, Hühner, Hunde, Katzen, Füchse, Vögel usw. Alle kommen auf den Hof und werden dort verpflegt.
Hören die Tierretter davon, dass Pferde an einen Metzger verkauft werden sollen, kommen sie dem Verkauf zuvor. Auch im Ausland sind die Retter aktiv. So wurden neulich Streuner aus Griechenland nach Deutschland gebracht.

Sehr rührend fand ich die Szene, als ein Pferd auf dem Hof traurig war. Es vermisste seine Mutter. Daraufhin wurde auch sie nach Aiderbichl gebracht. Das Pferd erkannte sie bereits aus großer Entfernung, als die Mutter noch verdeckt im Pferdewagen stand. Es begann zu wiehern und wurde nervös. Die Freude war sehr groß.

Es ist wunderbar, dass es Menschen gibt, die sich um die Lebewesen kümmern, die wirklich unsere Hilfe benötigen. Und schön, dass die ARD darüber dienstags bis freitags täglich ab 18:45 berichtet. 

Das Model und der Freak: Verschrobene Ansichten

um 11:30 Uhr

Ei, ei, was haben Jana Ina und ihre Model-Kollegin diesmal bloss losgelassen? Die “Freaks” Christoph, ein 25jähriger Computer”fanatiker” und Christos, ein 25jähriger Comicfan, standen diesmal im Mittelpunkt.

Sie sollten auf der Reeperbahn in Hamburg erstmals Frauen ansprechen. Also bitte…. Dort wird man ständig angesprochen - von Menschen, die ihren Körper anbieten, um Geld betteln oder wirr im Kopf sind. Wer sich da auf ein Gespräch einlässt, hat schon verloren. Was für eine miese Aufgabe für die beiden. Kein Wunder, dass da keiner anbiss.

Beneidenswert war dann das Meeting mit den drei Damen von Monrose vor ihrem Auftritt im CCH. Bahar, Mandy und Senna waren aber so charmant, da konnten die Jungs nichts falsch machen.

Eine Stuntfrau wollte die beiden Freaks an einem Fluß reinlegen. Im Vorbeigehen liess sie sich von einem Mann in das Wasser werfen. Christoph und Christos sollten die Frau eigentlich retten. Doch sie gingen davon aus, dass das doch lieber die erfahrene Jana Ina machen sollte. Darüber regte sich die Moderatorin tierisch auf. Dafür sei ja wohl ein Mann da.

Also Mädels, passt mal schön auf: wir Männer wurden in den letzten Jahren darauf abgerichtet, dass wir die Gleichberechtigung akzeptieren. Frauen legen wert darauf, dass sie die gleichen Arbeiten verrichten dürfen wie Frauen. Und was heißt das nun, wenn jemand ins Wasser fällt? Hört da plötzlich die Gleichberechtigung auf? Anscheinend ist für Rettungsmaßnahmen der Mann verantwortlich. Aber wehe, Männer äußern sich derart über Tätigkeiten in der Küche…. peinlich, liebe Jana Ina. Es sei denn, du bist grundsätzlich kein Freund der Gleichberechtigung im politisch korrekten Sinne.  

Gülcans Traumhochzeit: Verfrühter Junggesellenabschied

2. August 2007 um 07:54 Uhr

Nächsten Dienstag heiraten Gülcan und Sebastian endlich. Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen. Auch die Hochzeitsnacht ist vorbereitet. So war diese Sendung ein wenig flau. Kaum Streit oder Pannen. Auch Sebastians Mutter will nun zur Hochzeit kommen.

Der Junggesellenabend wurde mal eben für das Fernsehen um über eine Woche vorverlegt. Während Sebastian mit seinen Freunden eher einen geruhsamen Saufabend in einem harmlosen Nachtclub verbrachten, liess es Gülcan so richtig knallen. Die Chippendales gaben sich die Ehre. Dabei waren auch ihre VIVA-Kolleginnen wie Collien Fernandez.

Seine romantische Ader zeigte Sebastian dann zum Abschluss noch, als er Gülcan in einem Hubschrauber sein angefertigtes riesiges Herz in einem Kornfeld zeigte.
Wer auch mal in einem Hubschrauber fliegen möchte, kann hier Gutscheine erwerben.

Mein neues Leben: Familie Göbel göbelte in Norwegen

30. Juli 2007 um 10:24 Uhr

Bei “Mein neues Leben XXL” wurde nochmals das Schicksal der Familie Göbel aufgegriffen. Sie verschlug es ja nach Norwegen, weil sie sich dort eine rosige Zukunft verhofften. Doch es gab werde einen Job, noch eine vernünftige Behausung. Oder sagen wir mal so, das alles entsprach nicht den Luxus-Erwartungend er Göbels. Oder wer die ganze Zeit nur rumgöbelt, der hat es am Ende eben auch nicht anders verdient, wieder zurück nach Deutschland zu müssen. Man muss sich eben auch mal ein bisschen der Umwelt anpassen.

Davor wurde mal über eine Auswanderung nach Portugal berichtet. Sprachkenntnisse waren zumindest bei der Frau da. Doch auch hier mangelte es an Vorkenntnisse. Kein DSL und kein Telefon für den IT-Experten. Das erschwerte den Neustart. Bei der Frau lief es besser. Sie verdient ihr Geld mit Maniküre und Pediküre.

Gülcans Traumhochzeit: Eklat um Sitzordnung

27. Juli 2007 um 08:04 Uhr

Das ist schon heftigste Realsatire, was da so zwischen Gülcan und Sebastian abläuft. Erst soll ein Top-Designer ihre Wohnung verschönern und dann sind sie von der blauen Einrichtung ganz entsetzt. Aber man hat ja Geld ohne Ende und deshalb darf er noch mal von vorne anfangen - natürlich gegen Entgelt. Da schaue ich mir doch zwischendurch mal an, was ein Handwerker so treibt… Oder ich stelle die Anforderung klar und deutlich auf oder überlasse ihm die künstlerische Freiheit.

Hart war auch die geplante Tischordnung. Sebastian will bei der Hochzeit unbedingt bei seinen Freunden sitzen. Seine Mutter will dann gar nicht erst kommen. 

Bei der Essens- und Kuchenauswahl kostete die Familie schon mal alle in betracht gezogenen Gerichte. Sie möchten nicht, dass die Gäste enttäuscht sind. Aber sie suchen nach ihrem eigenen Geschmack aus. Hier sollte man sich doch wohl besser eine Vielfalt bieten. Zum Ausgleich verzehrten die beiden dann Hamburger in einem Fast Food-Restaurant. Dabei nannte Sebastian einen Trick, wie man günstig Cheeseburger erhält. Man bestellt einfach Hamburger mit ein wenig Käse drauf. Ich muss zugeben, das ist originell.

Beim Tanzunterricht taten sich beide nicht sonderlich schwer. Sehr innovativ finde ich die Idee, dass Gülcans Hunde Chappy und Charly die Trauringe zum Altar bringen. Dafür trainiert sie schon mit den Hunden. Ob das bis zur Trauung in 2 Wochen funktioniert? Bin gespannt.

Cheaters: Fremdgeh-Voyeure

24. Juli 2007 um 08:03 Uhr

Schon mal Cheaters gesehen? Ein Festival für Leute, die sich auf Kosten anderer amüsieren - wie z.B. bei amerikanischen Talkshows. Hauptsache, die Fetzen fliegen.
Joey Greco observiert im Auftrag von einzelnen Frauen oder Männern ihre Partner, weil sie den Verdacht haben, sie würden fremdgehen. Das bestätigt sich auch immer.

In den USA sind die Zuschauer von Cheaters begeistert. In Deutschland könnte man so etwas aus rechtlichen Gründen sicher gar nicht produzieren dürfen. So sendet RTL2 einfach die Originalfolgen und synchronisiert diese.
Doch ich frage mich, ob die Fälle alle echt sind. Die Abfolge ist immer erstaunlich identisch: die Fremdgeher treffen sich ab und zu mit ihren Geliebteb - gerne in Autos. Das “Opfer” ruft den “Täter” an und fargt nach einem gemeinsamen Abendessen. Jedes Mal erzählt der Täter, er oder sie sei gerade unpässlich und eben nicht da, wo er/sie sich jetzt wirklich aufhält.

Die heimlichen Videos werden dem Opfer in einer Handycam vorgeführt. Erst Schock, dann Trauer, dann Wut. Man will sofort eine Unterredung mit seinem Partner und dem und der Geliebten. Zusammen mit dem Fernsehteam fahren sie zu dem Ort, wo sich beide gerade treffen. Und dann kommt es zum Showdown. Es gibt grundsätzlich Streit, handgreifliche Auseinandersetzungen und wütende Beschimpfungen (die leider mit Dauer-Piepstönen überdeckt werden). Am Ende trennt sich das Opfer vom Täter oder der Täter vom Geliebten oder alle gehen ihre Wege einzeln.

Also, einmal ist die Sendung ja ganz amüsant oder lehrreich aus Sicht von Fremdgehern. Aber auf Dauer fehlt einfach die Vielfalt. Und so bleibt der Verdacht, dass die Fälle alle gestellt sind.  

Trend Nr. 1: Auswanderserien

21. Juli 2007 um 08:04 Uhr

Schon seit Monaten hat fast jeder Sender seine Auswanderserie im Programm. Der Erfolg bricht nicht ab - im Gegenteil. Mittlerweile mussten Sendezeit sogar verdoppelt werden.

Das Konzept ist immer ziemlich ähnlich: ein deutsches Paar (gerne mit Kindern) hat die Schnauze voll von Deutschland. Entweder sind sie arbeitslos und finden keinen Job oder die Rahmenbedingungen sind so schlecht, dass sie freiwillig ihre Stellung aufgeben und ins Ausland abwandern. Selten sind es die reinen Abenteuer-Typen.

Werfen wir mal einen Blick auf die erfolgreichsten Formate:

Mein neues Leben - donnerstags um 20:15 und sonntags um 20:15 als XXL-Version mit 3 Geschichten auf kabel 1.

Hier sind es fast immer Familien mit Kindern, deren Umzug in ein anderes Land begleitet wird. Ganz oben in der Beliebtheitsskala steht Kanada. Auch gerne genommen: USA, Australien, Neuseeland, Spanien und Skandinavien.

Auffällig ist oftmals die Unkenntnis der Zielregion, die mangelhaften Sprachkenntnisse und gegenteilige Meinungen der Ehepartner. Daher kommt es oftmals zu Problemen. Aber meistens klappt die Job- und Wohnungssuche dann doch ganz gut und die Beteiligten sind fast immer froh, den großen Schritt in die weite Welt getan zu haben.

Als Zuschauer fasst man sich manchmal an den Kopf, wie man so naiv und unvorbereitet eine neue Zukunft angehen kann. Doch es ist alles echt, denn sonst wären die Auswanderer oscarreife Schauspieler. Und zudem scheint es besser zu sein, etwas chaotisch auszuwandern als zu Hause erfolglos und gelangweilt vor sich hin zu siechen.

Mir fällt zudem auf, das die Frauen meist recht maulig sind. Meist ist ihnen der Komfort im Zielland zu schlecht oder das Haus zu dreckig. Da muss der Mann schon Nerven bewahren.
Häufig werden auch die Autos im Heimatland zu spät zu Spottpreisen verkauft. Oder man informiert sich nicht über benötigte Impfungen für Haustiere.

Sehr positiv an der Serie finde ich den Informationsgehalt über die einzelnen Länder und wie sich Deutsche integrieren können. Erstaunlich fand ich letzte Woche, dass schwedische Auswanderer in Schweden ein Schulhaus für 2500 Euro erworben haben, um dort zu leben.

Schön wäre es, wenn die Länderauswahl vielfältiger werden würde. Von Kanada kenne ich mittlerweile wohl jeden Winkel. Seltener sind Mittel- und Südamerika, asiatische und afrikanische Staaten.

Goodbye Deutschland - dienstags um 21:15 auf VOX  

In dieser Serie ist das Besondere, dass manmchmal über meherer Folgen hinweg eine Familie begleitet wird. Zudem sind in jeder Sendung mehrere Auswanderer zu sehen. Einen richtigen Star-Status hat mittlerweile Konny Reimann mit seiner Familie. Die haben sich in Texas niedergelassen. Schon mehrmals kamen sie in der Reihe zu Wort. Mittlerweile erhalten sie sogar Besuch von Fans aus Deutschland.

Lebe deinen Traum - werktags um 15:00 auf ProSieben

In dieser Sendereihe geht es nicht nur um Auswanderer, sondern generell um Menschen, die sich einen Traum erfüllen. Häufig kommen aber in Mehrteilern Personen zu Wort, die in andere Länder ziehen. Und das sind dann auch mal Einzelpersonen wie das junge Mädchen, das neulich in Südafrika in Tier-Lodges Praktika machen wollte. Auch interessant waren die Freunde, die in Thailand eine Bar eröffnet haben. Und neulich gab es einen Bericht eines jungen Paares, die nach Kambodscha gingen und dort Schüler in englisch unterrichtet haben.

Vergleichend kann ich feststellen, dass “Lebe deinen Traum” die beiden anderen Formate schlägt. Die Berichte vermitteln mehr Details und man erfährt etwas mehr vom persönlichen Background der Beteiligten.

Was passiert eigentlich, wenn alle Deutschen ausgewandert sind? Spätestens dann sollten die Sender mal nachhaken, was aus allen geworden ist. Das wird leider noch viel zu selten gezeigt. Wäre aber auch sehr interessant.

 

Das Model und der Freak: Frauen achten auf das Äußere

20. Juli 2007 um 09:49 Uhr

Von wegen “Frauen achten auch innere Werte”. In der ProSieben-Serie werden sogenannte Freaks von ihrer Art und vom Aussehen aufgepeppelt. Da kommen Typen mit ungepflegten langen Haaren, mit Bart, 08/15-Klamotten, schüchtern oder schräg und oftmals mit ausgefallenen Hobbies zu sogenannten Models wie Jana Ina oder der Freundin von Oliver Pocher. Diese beraten die Freaks, verpassen ihnen modische Kleidung, eine neue Frisur und coachen sie im Umgang mit Frauen.

Nette Idee, die auch ganz gut umgesetzt wird. Diesmal gab es einen Test. Eine Frau hatte zwei Dates mit einem Freak. Einmal telefonisch mit der Vorgabe eines falschen Fotos (ein hübscher junger Mann war abgebildet) und dann real. Sie hatte aber beides mal mit dem Freak zu tun. Danach entschied sie sich für den Typen am Telefon. Sichtlich überrascht war sie dann, als sie herausfand, dass beide identisch waren. Das zeigt: Frauen achten scheinbar auch nur auf das Äußere.

Man lernt einiges von den Wünschen der Frau in dieser Sendung: sie mögen keine Bärte, keine unangenehmen Gerüche, keine Haare am Körper, keine langen Haare, keine schüchternen Männer und keine ausgefallene Hobbies wie exotische Musikinstrumente. Für Männer heißt es also dem anzupassen oder pöööööh! Dabei hieß es sonst immer, dass nur Männer so anspruchsvoll seien. Wie sich die Zeiten doch gewandelt haben.

Gülcans Traumhochzeit: Meine Familie ist knorke

19. Juli 2007 um 16:03 Uhr

Nur noch wenige Wochen bis zur Hochzeit. Doch die vorgesehene Location können sich Gülcan und ihr Partner abschminken. Nun suchen sie idyllische Plätze in Bodrum in der Türkei und in Travemünde an der Ostsee.
Sollte das tatsächlich stimmen, wäre das fatal. Immerhin soll die Feier live im TV übertragen werden. Da sollte man die Location schon rechtzeitig kennen. Aber vielleicht ist es auch nur ein Trick, damit nicht so viele Zaungäste vor der Tür stehen…

Möglicherweise wird die Hochzeit aber ohnehin gekippt. Die Quoten gehen in den Keller. Wäre nicht die erste Sendung, die abgesetzt wird. Aber es wäre das erste Mal, dass deshalb nicht geheiratet werden würde. Wir werden sehen, wie es am Dienstag weitergeht.

Gülcans Traumhochzeit: Streit vor der Ehe

13. Juli 2007 um 14:14 Uhr

In 4 Wochen ist es soweit. VIVA-Moderatorin Gülcan heiratet den reichen Unternehmens-Sohnemann Sebastian. Er: wirkt recht steif, in Autos verliebt, überheblich, verwöhnt. Sie: eine Quasselstrippe, aber mit einem natürlichen Charme.

Beide: streitsüchtig. Während dieser TV-Doku kann man ja die Hochzeitsvorbereitungen miterleben. Vieles mag gestellt sein, schließlich ist Gülcan ja TV-Profi. Aber so manches kann man nicht spielen. Und so ist unverkennbar, dass sich die beiden wegen vieler Kleinigkeiten in der Wolle haben.

Gut, mag ja der Standard einer deutschen Ehe sein. Das wirkt sich dann aber auch an der Scheidungsrate aus. Manchmal frage ich mich, wie man heiraten kann, wenn man sich in vielen Sachen nicht versteht. Gülcan geht anscheinend noch ganz locker damit um, während Sebstian seiner größeren Liebe, den Autos, widmet. Auch ein Weg, Probleme zu lösen.

Zu sehen immer dienstags um 20:15 auf Pro7.

Mein Kiez: da steht eine Lätta auf dem Tisch

um 12:46 Uhr

RTL2 musste die Lücke nach dem Ende der Big Brother-Staffel füllen. U.a. läuft dort nun eine Real-Doku über den Hamburger Stadtteil St. Pauli. Als ehemaliger Bürger dieses Stadtteils ist die Doku natürlich sehr interessant für mich.

Die dort betrachteten Menschen geben auch ein sehr realistisches Bild vom Kiez ab: geplagte Familien, gelangweilte Trinker, Fußballfans, Callboys, Würstchenverkäuferinnen, Gepiercte und Türsteher.

Nicht schlecht gemacht, aber die Quoten sind wohl etwas mau. Wenn ich keine persönlichen Erinnerungen hätte, würde ich wohl auch nicht mehr schauen.

Was mir aber diese Woche auffiel: in einer Folge stand eine Markenmargarine auf dem Tisch. So etwas habe ich ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Waren das noch Zeiten, als in der Lindenstrasse ein Nutella-Glas verzehrt wurde. Heute gilt so etwas als Schleichwerbung und es werden extra Pseudo-Marken vom TV-Team erfunden oder Marken durch Schleier verdeckt. So ein Schwachsinn. Als wenn ich jetzt gleich in den nächsten Supermarkt rennen würde und mir dann die Lätta aufs Brot schmieren würde.

Zu sehen täglich um 19:30 auf RTL2.