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Rassismus in der Tagesschau

30. April 2008 um 08:04 Uhr

Man stelle sich mal folgende Situation vor:
ein Zug überfährt in einem Tunnel 100 Afroamerikaner. In der Tagesschau hört man aber nur: 10 Weiße sind im Zug beim Aufprall verletzt worden. Von den Schwarzen keinen Ton…

Mittlerweile undenkbar und es würde zurecht eine Empörungswelle auf die Verantwortlichen der ARD prallen.

Aber so etwas ist in den letzten Tagen geschehen. Es geht zwar nicht um Rassismus unter den Menschen, aber es geht um die Ungleichsetzung zwischen Lebewesen. Nach menschlichem(!) Recht und menschlichen(!) Definitionen ist dass natürlich kein Rassismums, moralisch aber sehr wohl.

Es sind sehr viele Schafe und bei einem weiteren Aufprall Rinder durch den Zugaufprall verstorben. In der Tagesschau: kein Wort!
Denen ist es wichtiger, über die wenigen Verletzungen von Menschen zu berichten. Für mich ist das ein Skandal! Wann akzeptiert auch der Mensch, dass er nicht alleine auf der Welt ist. Diese Ungleichbehandlung muss endlich aufhören.

Frauen, Farbige, Schwule usw. haben lange Zeit gebraucht, um ihre Rechte durchzusetzen. Aber mit Tieren kann man es ja noch machen. Also: Tagesschau, denkt fortschrittlich und ändert eure gesellschaftlichen Vorstellungen a la “Weiße christliche Hetero-Kinder sind mehr wert schwarze muslemische schwule Katzenomas” vollständig und bleibt nicht auf halbem Wege stehen.

Johannes B. Kerner: neuer Naziskandal in seiner Sendung

31. Januar 2008 um 11:48 Uhr

Stolpert JBK über seine Zunge? Gestern war Kai Pflaume zu Gast ins einer Sendung. Kerner plauderte mit ihm über einen Autounfall. Und dann fiel das Wort, das ganz Deutschland schockiert hat: “Autobahn”!

Noch vor einem halben Jahr setzte Kerner Eva Hermann vor die Tür mit den Worten “Autobahn geht gar nicht”. Und jetzt rutscht ihm selber das von Nazis geprägte Wort heraus.

Es wird schon vermutet, dass gewisse Medien vom ZDF seine Entlassung fordern. Auch wir fragen uns: wie kann einem angesehenen Moderator nur 63 Jahre nach dem größten Unheil der deutschen Geschichte nur so etwas herausrutschen? Kann er nicht “Highway” oder “zweispurige Fernverkehrsstraße mit Ausfahrtsmöglichkeiten” sagen, wie jeder politisch korrekte Mensch?

Achtung: das eben war Satire!

Das hier leider nicht:
Das Medienmagazin DWDL nahm einen Hinweis in einem Forum auf, um ProSieben nach eigenen Ausgaben mit einem Vorfall zu konfrontieren, der eine sofortige Entlassung einer Moderatorin zur Folge hatte. Wie weit sind wir in Deutschland schon gekommen?
RTL und RTL2 haben es ja vorgemacht. ProSieben und 9Live setzen die Serie der externen Mobberei fort.

Was war geschehen?
Juliane Ziegler moderierte nachts live eine der sogenannten Call-in-Shows, in denen Zuschauer Geld zum Telefonieren ausgeben, um Fragen zu beantworten und ggf. einen Gewinn einheimsen können.

Juliane scherzte am Telefon mit einem jungen Mann, der wohl gerade abgekämpft von der Arbeit kam. Um ihn etwas aufzumuntern, sagte sie dann “Ja aber komm, da musst Du ein bisschen enthusiastisch und… yeah arbeiten… Arbeit macht frei”.

… ja und? Wo ist der Skandal werden jetzt wohl über 90% der Leser fragen. Fragte ich mich zunächst auch. Aber tief im Gehirn kam dann die Erinnerung, dass die Nazis diesen Spruch ja für ihre Ausbeutung und Todesapparate benutzt hatten - wurde in der Schule mal kurz angesprochen.

Kann das Juliane wissen? Muss das jeder Deutsche wisssen? Wie weit sind wir gekommen? Es ist schon schlimm genug mit dem Markenrecht. Und nun achten auch noch Moralapostel auf jedes Wort, das evtl. mal ein Nazi irgendwo gesagt hat. Die Kirche kann ja froh sein, dass die Nazis nicht das Christuskreuz als Symbol gewählt haben.

Seid ihr denn alle krank? Wie weit soll die Zensur noch gehen? Sind wir nicht schon längst wieder an der Stelle, die wir u.a. an dem Naziregiment kritisieren? Eine komplette Zensur. Meinungsfreiheit ade.

Anscheinend hatte jemand im Studio Juliane den Fauxpas erklärt. Sie entschuldigte sich 15 Minuten später und erzählte dann, dass so etwas in Livesendungen passieren könne. Und damit hat sie natürlich recht!

Aber das reicht nicht für DWDL und die BILD, die sich natürlich auch gleich auf die Sache stürzte. Ob Juliane dadurch auf der Straße sitzt und lebenslang als Nazi beschimpft wird ist denen anscheinend egal.

Was soll man denn sagen, wenn einem Arbeit Spaß macht? “Arbeit ist reziprok scheiße”?
Und wie wollen es die Medien denn haben? Nur noch Roboter als Moderatoren und bloß keine Livesendungen?

Warum kümmert ihr euch nicht um die wirklichen Naziskandale? Der deutsche Bundestag akzeptiert beispielsweise immer noch ein Gesetz, das 1935 eingesetzt wurde, um jüdische Anwälte von ihrem Job auszuschließen. Wer schreit hier nach Skandal? Traut sich natürlich keiner. Aber auf die kleinen Julianes, Tommekks oder auf die angeblichen Pädophilen im BB-Haus kann hart geschossen werden.

Wenigstens JBK hatte Einsehen gezeigt und Hermanns Rauswurf bedauert. Und daher darf er jetzt auch Autobahn sagen. Klingt trotzdem komisch…. 

 

  

Hessen-Wahl: Wahlverlierer ist das Fernsehen

29. Januar 2008 um 06:36 Uhr

Wie heißt es im Fußball? Ein Spiel dauert 90 Minuten. Die Regel sollte auch an Wahlabenden gelten. Aber bei der Hessenwahl am Sonntag feierten die TV-Sender die vermeintliche Siegerin Ypsilanti schon nach der ersten Prognose.

Lange Zeit lag die SPD in Hochrechnungen rund 2 Prozent vor der CDU. Ypsilanti ließ sich bereits feiern und philosophierte über mögliche Koalitionspartner. Von den Reportern wurde das noch unterstützt. Kein Wort, dass sich das Ergebnis noch ändern könne.

Gegen 20 Uhr schrumpfte der Vorsprung bereits auf 1%. Erst jetzt wurde man vorsichtiger. Koch glaubte zu jeder Zeit an eine Wende. Und nach 22 Uhr bekam er recht. Mit 0,1% Vorsprung gewann doch die CDU die Wahl. Nun darf er die Koalition aussuchen.

Eine große Blamage für die SPD, für die TV-Sender und die Statistiker. Spannend und amüsant war es jedoch für die Zuschauer. Da konnte der Tatort nicht mithalten.

Quoten-Panik: der Requardt wird strafversetzt

25. September 2007 um 08:46 Uhr

Gerade mal zweimal war der Requardt mit seiner Problembehandlungssendung um 19 Uhr auf Sendung. Dann bekam RTL2 die Krise, weil die Quoten ziemlich schlecht waren. Und schon wurde die Sendung auf den Vormittag verlegt. Auch “Das ist das Leben” wurde strafversetzt.
Auch Kabel Eins, ProSieben und RTL sind in letzter Zeit durch Streichungen aufgefallen. Und was läuft dafür? Die x-te Wiederholung von zweitklassigen US-Serien oder Spielfilme.

Mit solchen Maßnahmen beglückt man zwar evtl. die Werbekunden, aber nur kurzfristig. Langfristig vergrault man seine eigenen Zuschauer. Kaum eine TV-Zeitschrift ist noch aktuell, weil sich das Programm mittlerweile mehrmals geändert hat. Hat man gerade eine Sendung liebgewonnen, ist sie auch schon wieder weg.

Dabei ist es oftmals wie beim Fußball. Das Team steht nicht alleine auf dem Platz. Es gibt immer einen Gegner. Wie will man gegen Dr. Hosue, CSI, “Alles, was zählt”, GZSZ, “Wer wird Millionär” etc. ankommen? So etwas benötigt Geduld, Strategie und gute Werbemaßnahmen. Aber keine Panik!

Skandal: NDR feuert Eva Herman wegen Verbreitung ihrer eigenen Meinung

12. September 2007 um 09:02 Uhr

Der NDR lieferte in den letzten Tagen einen der größten Meinungsfreiheits-Skandale. Eva Herman darf die Sendung “Herman & Tietjen”, die Tagesschau und “Wer hat’s gesehen” nicht mehr moderieren. Sie wurde gefeuert.
Der Grund: bei der Buchvorstellung von “Das Prinzip Arche Noah” lobte sie Werte wie Familie, Kinder und das Mutterdasein. Sie sagte deutlich, dass das Dritte Reich schrecklich gewesen sei, aber diese Werte seien auch in dieser Zeit gefördert worden und später von den 68ern wieder abgeschafft.
Jeder, der Eva Hermans Einsatz gegen Rechtsradikalismus und ihren Familiensinn kennt und verstehen kann und will, was sie damit ausdrücken wollte, würde sie niemals in den Verdacht bringen, sie würde dadurch die Naziherrschaft verteidigen oder gar unterstützen.

Nicht so der NDR. Dieser Sender kündigt ihr daraufhin. Nicht nur das. Auch das ZDF streicht sie von der geplanten Gästeliste der Kerner-Talkshow.
Auch die Stellungnahme von Eva Herman am folgenden Tag in der BILD (”Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich das genaue Gegenteil eines Nazis bin. Jeder, der mich kennt, weiß, dass für mich Werte zählen wie Liebe, Respekt und Würde”) lässt die Öffentlich-Rechtlichen kalt. Sie nehmen billigend in Kauf, dass nun auch ein Großteil von Journalisten und Bürgern dieser Falschdarstellung glaubt und sie in eine rechtsradikale Ecke stellt.

Wir sehen die Sache anders. Der NDR hat etwas gegen freie Meinungsäußerung. Es ist bekanntlich nicht der erste Fall. Wir erinnern uns an alte Radiozeiten. Überall lief einer der erfolgreichsten deutschen Singles “Skandal im Sperrbezirk”. Aber nicht im NDR. Sendeverbot! Aber dafür massenhaft Sendungen von der Reeperbahn, der bekanntesten Freudenmeile Deutschlands, senden (z.B. die Schmidt-Show). Heuchleriche Doppelmoral!

Noch extremer: 1979 sang Andrea Jürgens “Und dabei liebe ich euch beide”. Sie sprach aus, was viele Kinder denken, wenn sich ihre Eltern scheiden lassen. Alle Deutschen waren gerührt und änderten daraufhin evtl. ihr Bewusstsein in der Familie. Nicht so der NDR. Ihm war das Thema zu heikel. Wie kann es ein Kind wagen, sich in die Belange der Eltern einzumischen? Sendeverbot!

Und nun ist es wieder soweit. Eva Herman sorgte schon mit ihrem Buch ”Das Eva-Prinzip“ für große Aufregung. Sie setzt sich für eine neue Weiblichkeit ein. Mehr Einsatz für eine glückliche Familie als individuelle Egoismen. Sie erntete damit Zorn bei Frauenrechtlern und auch bei vielen Männern - aber auch viel heimlichen Applaus. Sie machte das, was Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer immer fordern: sich einsetzen für ihre Ideen. Das tat sie. Aber das ist denen nun auch nicht recht, weil es nicht deren Meinung entspricht.

Gerade deshalb hat sie nun unsere besondere Hochachtung. Der Vergleich zum Dritten Reich war sicher nicht gut durchdacht (sie hätte wissen müssen, dass es Tabu-Wörter in Deutschland gibt, bei denen man mit einem Bein im Gefängnis steht), aber sie traut sich, ihre Meinung zu sagen.

Gefährlich ist das Vorgehen des NDR und des ZDF gegen die freie Meinungsäußerung. Und hier passt der Vergleich: auch im dritten Reich haben die Nazis versucht, Leuten mit anderen Meinungen mundtot zu machen. Gerade als öffentlich-rechtliches Medium sollte man sich nicht mit Rechtsradikalen auf eine Stufe stellen. Doch der NDR verweigert jede Stellungnahme und jubelt lieber über den Gerichtssieg, der nun noch höhere GEZ-Gebühren (ach sorry, das Wort ist ja verboten) einbringt. Der Bürger zahlt für Maulkörbe. Unfassbar!

Der NDR sollte sich lieber für das einsetzen, was die Nazis bekämpft haben. Sie sollten also FÜR freie Meinungen sein. Sie sollten die Gesetze angreifen, die die damaligen Herrscher erschaffen haben, um Juden am Arbeiten zu hindern. Es geht um das Rechtsberatungsgesetz. Es ist heute immer noch im Einsatz! Rechtsberatung nur durch legalisierte Anwälte. Ein Unding! Der NDR schweigt.

Eva, wir halten zu dir - für eine familienfreundliche und friedliche Welt!

Die GEZ hat ja richtig Humor

25. August 2007 um 07:14 Uhr

Endlich konnte ich mal wieder so richtig herzhaft über eine Meldung lachen (auch wenn sie eigentlich ganz ganz traurig ist).

Die Gebühreneinzugszentrale (kurz GEZ genannt) hat das Internetportal akademie.de abgemahnt. Einer der Gründe sei die falsche Wortwahl. GEZ-Gebühren oder gar GEZ-Anmeldung sind böse Worte.
Dazu fällt mir spontan der Film “Das Leben des Brian” ein: 
“Jehova Jehova” - “Er hat Jehova gesagt”.

Die GEZ mag ihre eigenen Bezeichnungen nicht mehr. Finden wir zwar auf deren Anmeldebögen links oben GEZ und mittig “Anmeldung”, so ist deren Zusammensetzung ein böses Wort. Und darauf steht nun mal Strafe.

In ihrer Abmahnung fordert die GEZ die Website-Betreiber doch tatsächlich wörtlich - und das ist jetzt echt kein Witz, keine Satire und keine Aprilscherz - auf:

Statt “GEZ-Anmeldung” muss es heißen:
“gesetzlich vorgesehene Anmeldung zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte”.

Statt “GEZ-Anschreiben” muss geschrieben werden: “Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird” 

Statt “GEZ-Gebühren” schreibe man gefälligst ”gesetzliche Rundfunkgebühren”.

Und “PC-Gebühren” sind natürlich “gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Empfangsgeräte”.

Ich finde, man sollte die GEZ und ihren Anwälten, die anscheinend jeden Schwachsinn mitmachen, solange die Kasse stimmt (um einer Abmahnung vorzubeugen: man beachte das Wort “anscheinend” - ich werde mich hüten, das jemanden in einem abmahnwütigen Land konkret zu unterstellen) , zum Comedypreis 2007 nominieren. Es ist zwar schwarzer Humor, aber trotzdem sehr gut.

Anscheinend macht sich die GEZ Sorgen um ihren Ruf. Warum eigentlich? Sie bekommen doch automatisch unser aller Geld, ob wir nun einen PC aus dem Mittelalter haben, der rein theoretisch einen Zugang zum Internet haben könnte oder nicht.

Wir werden uns in Kürze mal die Öffentlich-rechtlichen Sender im Vergleich zu Pay-TV und Voll-Werbe-TV hier im Blog gezielt vornehmen, um zu sehen, ob der Betrag für die GEZ-Gebühr, oh Verzeihung: gesetzliche Rundfunkgebühr gerechtfertigt ist oder nicht. Denn im Grunde liegt bei den ÖR-Sendern das Imageproblem.

Vorweg gesagt: es gibt sehr gute Angebote, doch die bekommt kaum jemand von der sogenannten Zielgruppe mit. Also, liebe GEZ (die ihr ja im Grunde nur Handlanger des Staates seid), wendet euch mit eurer Beschwerde lieber an die richtigen Stellen und unterdrückt nicht die Meinungsfreiheit.

Unser Blog tut das Seine, in dem wir lobenswerte Sendungen preisen, wenn wir wirklich von der Qualität überzeugt sind.

Tour de France: neue Dopingfälle und keine Zuschauer

25. Juli 2007 um 06:24 Uhr

RTL wird aus dem Grinsen nicht mehr rauskommen. Hatten sie letzte Woche doch nach dem Ausstieg von ARD/ZDF auf die Tour de France-Übertragungsrechte verzichtet. SAT1 schlug zu. Doch täglich schauen nicht mal eine halbe Million Zuschauer zu. Das ist nur ein Viertel der üblichen Werte. Die für Talkshows gebuchten Werbeblöcke werden unternommen. Völlig unpassend zum Thema, weniger Zuschauer und zudem der Bezug zu Doping… die Werbekunden toben. Ein schlechter Deal für SAT1.
Auch gestern ist einer der besten Radfahrer überführt werden. Die Tour de Dope wird zur Tour de Farce. Aber das ist eher ein gesellschaftliches Problem.

Tour de France: SAT1 und ProSieben springen ein

20. Juli 2007 um 09:38 Uhr

Es klingt unglaublich. Nach dem Boykott von ARD/ZDF gaben die Sender die Übertragungslizenz zurück. Diese wurden RTL angeboten, die aber ablehnten. Doch SAT1 und ProSieben schlugen zu. SAT1 ging am Donnerstag sofort auf Sendung. ProSieben übernimmt am Wochenende.
Damit wird der ÖR-Boykott natürlich zur Farce. Es kann weiter gedopt werden, weil anscheinend immer genügend Sender zur Verfügung stehen. Und Werbeplätze werden wohl auch genug gebucht werden.
Und zudem sind nach einer Umfrage 66% der Bevölkerung für eine TV-Übertragung - wohl auch mit dem Gedanken im Hintergrund, dass ja wohl alle dopen und somit haben wieder alle die gleichen Chancen.

Tour de France: ARD und ZDF konsequent

19. Juli 2007 um 14:25 Uhr

…und es wurde doch wieder eine Tour de Dope. Zumindest im Vorfeld wurde wieder gedopt, was das Zeug hielt. Patrik Sinkewitz vom Team T-Mobile hat es erwischt. Die A-Probe auf Testosteron war positiv, er völlig überrascht.
Dabei hatten nach all den Beichten der letzten Monate die fahrer versichert, nicht mehr zu dopen. Immerhin stehen nun hohe Geldstrafen und auch rechtliche Konsequenzen auf dem Spiel.

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF warnten vorher schon, aus der Übertragung auszusteigen, wenn es nochmal zu einem Doping-Vorfall kommen würde. Der kam und so endete die Tour gestern auf diesen Kanälen. Ich finde das sehr konsequent. Immer nur warnen bringt auf Dauer nichts. Für die Zuschauer, die trotzdem weiterschauen möchten, bleibt ja noch die Übertragung auf Eurosport und den benachbarten Sendern aus Frankreich und Belgien. Es ist also eher ein symbolischer Boykott, der den Radfan nicht trifft, aber die Dopingsünder vielleicht doch mal aufhören lässt.

Bemerkenswert bei der Doping-Geschichte ist, dass auf 1 Stunde nur 1 Minute Zeitvorteil herauskommt, wie neulich ein Arzt freiwillig getestet hatte.  Da die Radfahrer lange Zeit in Gruppen eher taktieren dürfte sich Doping für die meisten Fahrer ohnehin nicht rentieren. Mal ganz abgesehen von den Gesundheitsschäden. Aber damit leben Boxer ja auch - und das sogar ohne Doping.

Nichtsdestotrotz ist Radfahren ein schöner Sport und eine gesunde Freizeitgestaltung. Also am besten ein Rad kaufen und dann raus in die Natur.

SAT1: Nachrichtenstopp und Entlassungen

18. Juli 2007 um 08:49 Uhr

Was geht denn bei SAT1 ab? Mit sofortiger Wirkung wurden die Nachrichtensendungen “SAT1 am Mittag” und “SAT1 am Abend” abgesetzt und durch Wiederholungen von Barbara Salesch ersetzt. Die Moderatoren wie Mareile Höppner wurden offenbar gekündigt. Das erfuhren sie erst einen Tag vorher aus der Presse. Der Zuschauer erfuhr davon nichts. Erst kurz vor der Mittagssendung gab es eine Einblendung mit der Programmänderung.

SAT1 hatte die Firma McKinsey beauftragt, den Sender zu durchleuchten. Scheinbar sehen sie Einsparungspotential bei den nicht gerade quotenreichen Nachrichtensendungen. SAT1-Chef Guillaume de Posch sprach davon, dass man die Mitarbeiter trotzdem fair behandeln wolle.

Durch das Aus der Nachrichten könnte SAT1 aber bald ein neues Problem haben: sie könnten den Status eines Vollprogramms verlieren, womit sie evtl. Frequenzen räumen müssten. Man darf also gespannt sein, wie weit die Optimierungsarbeiten noch gehen werden.