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Kult der 70er: Am laufenden Band und Plattenküche

20. Mai 2008 um 08:57 Uhr

Wer gerne in Erinnerungen schwelgt sollte öfters mal einen Blick in Eins Festival werfen. Samstags gegen 17 Uhr laufen derzeit alle Folgen von “Am laufenden Band” mit Rudi Carrell.
Sonntagnachmittag zeigt der Digitalsender noch einmal die “Plattenküche” mit Frank Zander und Helga Feddersen.

Beide Sendung gehören zum Kult der 70er Jahre. Die Show mit Rudi zählt bei Experten zu den besten TV-Sendungen überhaupt. Auch ich habe sie damals immer gerne gesehen - natürlich mit der ganzen Familie. Im Mittelpunkt standen die Kandidaten, die vor allem schnell mit Worten reagieren mussten.
Also im Prinzip das, was Hella von Sinnen und Bernhard Hoecker wöchentlich machen. Aber das sind halt Profis.

Heutzutage bei den Wiederholungen sieht man, dass es den Kandidaten nur in seltensten Fällen gelang. Vieles wirkt eher peinlich. Im heutigen Programm hätte solch eine Show wohl keine Chance mehr.

Noch extremer sieht es bei der Musik- und Comedyshow Plattenküche aus. Hier gastierten viele bekannte Künstler wie Udo Lindenberg oder Cliff Richard. Die Songs wurde immer durch kleine Sketche unterbrochen. Was vor 30 Jahren irre komisch war, bringt heutzutage nur noch ein nostalgisches Lächeln hervor.
Alle Comedyserien, die heutzutage reihenweise floppen, haben weitaus bessere Gags als damals.

Fazit: wer behauptet, das Niveau des Fernsehens wäre “früher” besser, der liegt falsch. Die wenigstens haben die Shows wohl richtig in Erinnerung, sondern nur einen nostalgische Erinnerung.

Was auch auffällt: wie auch in Klimbim fallen in der Plattenküche öfters die Hällen. Das TV der 70er (ARD!) war damals viel freizüger als heute.  Die Plattenküche dürfte wohl kaum noch vor 22 Uhr laufen dürfen. Die Wiederholungen tun es aber.

Auch wenn das Niveau unterirdisch ist, sehe ich gerne noch einmal die Highlights meiner Jugend - auch, um einen objektiven Vergleich zu heute zu erhalten. 

Rom: Alle Sender führen nach Rom

17. Juli 2007 um 07:04 Uhr

Als Schüler hatte ich immer Mühe, dem Geschichtsunterricht zu folgen. Die Abenteuer der römischen Kaiser waren mir alle zu abstrakt. Wie froh wäre ich damals über eine TV-Serie über Rom gewesen.
Nun ist es endlich soweit. Und das gleich in zweifacher Ausführung. Am Sonntag lief um 19:30 im ZDF die Sendung “Rom”. Punkt 20:15 konnte man auf RTL2 umswitchen, denn dort fing “Rom” an.

Im ZDF ist Rom eher eine Doku über die römische Geschichte. Aber sie wir mit filmischen Handlungen untermalt. Zwischendurch erklärt jemand die Zusammenhänge. Meine Meinung: sehr gut gemacht. Spannend und informativ.

Die RTL2-Serie dagegen ist eine reine Filmhandlung. Zu Beginn werden die frühen Jahres von Julius Cäsar offenbart. Die Probleme mit dem Senat, Kriegsszenen und vor allem auch die privaten recht freizügigen Momente des späteren Kaisers werden hier gezeigt. Meine Meinung ist aber, dass die Geschichtskenntnisse damit nicht unbedingt aufgefrischt werden. Vieles ist recht konfus dargestellt. Es ist nicht einfach, dem Handlungfaden zu folgen. Auch die Spannung hölt sich in Grenzen.

Im Vergleich: klarer Punktsieg für das ZDF.