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Kesslers Knigge verändert die Comedy

21. Juni 2009 um 17:04 Uhr

Der Fun-Freitag auf SAT1 wird ja immer gerne von der Presse belächelt. Die Quoten seien mies, egal, was dort läuft. Das gehe nun schon seit Jahren so. Vielleicht sollte man dann einfach mal die Erwartungen senken und nicht alles an längst vergangene Zeiten messen.

Das neueste Opfer müsste jetzt eigentlich Kesslers Knigge sein. Ob die 9% in der Zielgruppe nun gut, schlecht oder ganz okay sind hängt deshalb auch eher vom Standpunkt des Betrachters ab.

Michael Kessler, einer der großen Stars von Switch Reloaded und der Schillerstraße (ich bemerke jetzt erst, dass die Sendung schon wieder pausiert), hat sich an eine neue Form der Comedy gewagt. Hier besteht ein Sketch aus 10 Mini-Sketchen. Frei nach Knigge heißt es “10 Dinge, die Sie nicht tun sollten, wenn…”

Beispiele sind “…. Sie ein Bewerbungsgespräch haben” oder “… Sie im Kino sind”. Fast wie am Fließband spielt Kessler recht absurde Situationen. Einiges sieht man auch öfters, z.B. einen Grill im Theater oder im Fahrstuhl.

Ziel ist es, dass der Zuschauer nicht erst lange auf die Pointe warten muss, sondern er im Prinzip alle 5 Sekunden lachen kann. Ob das funktioniert hängt vom eigenen Komikzentrum ab. Meine lautesten Lacher kamen ausgerechnet an Stellen, die bei langen Sketchen eigentlich eher albern wirken. Aber sie kamen halt spontan.
Manche Gags versiebten auch. Aber das ist ja egal, denn schon kommt der nächste. Das Konzept geht also durchaus auf. Vertraute Szenen gingen auch komplett gelungen durch, z.B. im Internet Cafe.

Michael Kessler ist auch einer der wenigen TV-Stars, die regelmässig auf Twitter Nachrichten verbreiten. So hat er natürlich auch auf diese Sendung hingewiesen und freut sich auf Feedbacks seiner Fans. Alleine für diesen Einsatz war ihm ein guter Start der Serie zu gönnen. Und es hat geklappt. Die erste Folge machte Spaß auf mehr. Der nächste Fun-Freitag kommt bestimmt.

Jürgen Vogel überrascht in der Schillerstrasse

9. Februar 2009 um 08:43 Uhr

Manch einer war ja skeptisch, ob Jürgen Vogel ein gelungener Nachmieter in der Schillerstraße sei. Cordula Stratmann hatte diese Aufgabe ja recht herzlich erfüllt. Der Jochen trat bislang nie als Comedian in Erscheinung, sondern ist ein Schauspieler, der seine Texte auswendig lernt.

Doch die ersten beiden Folgen wirkten sehr erfrischend. Das lag natürlich auch an der langen Pause. Vor 2 Jahren wirkte das Ensemble doch etwas müde. Aber jetzt sind sie wieder alle da, die Pochers und Maddins dieser Welt. Die Quoten sind fast sensationell, was auch SAT1 gut tut.

Schmidt und Pocher trennen sich

28. Dezember 2008 um 06:31 Uhr

Es war lange Zeit ein offenes Geheimnis, jetzt ist es offiziell: Harald Schmidt und Oliver Pocher beenden zum April 2009 ihre gemeinsame Show und gehen anschließend eigene Wege.
Sehr schade, da die Schmidt-Show durch Pocher und das TV-Kritik-Konzept sehr an Qualität gewann.

Harald Schmidt soll nun im Wahljahr 2009 alleine seine eigene scharfe Comedy machen. Hauptsache, er bleibt uns treu. Denn ohne Schmidt wäre die TV-Welt nur halb so gut.

Kotnascher und Sackhaarfresser: Highlights im letzten Sommer

9. November 2008 um 08:24 Uhr

Nach längerer Sommerpause melde ich mich mit weiteren TV-Checks zurück.

Im Sommer war mal wieder fast tote Hose. Die Shows machten fast alle Pause und die Serien liefen meist in Wiederholungen. Im Mittelpunkt standen natürlich die Fußball-EM und die olympischen Spiele.

Nur ProSieben überbrückte die Zeit mit einigen neuen Ausgaben von Serien. Dazu zählte der Wettstreit zwischen Elton und Simon. Sehr kaputt und schräg, aber dennoch für den Fernsehpreis nominiert - was eigentlich noch schräger war.

Aber es waren einige schöne Spiele dabei. Mein Favorit war der Anruf bei einem Pfarrer, in dem die beiden folgende Wörter unterbringen mussten:
Hampelmann, Idiot, Vollpfosten, Dummkopf, Dödel, Hackfresse, Knallkopf, Kanalreiniger, Pottsau, Fleischflöte, Spanner, Funz, Sackhaarfresser, Fickfehler, Buckstück, Hodenkobold, Kotnascher,
Schwuler Messdiener, Arschkriecher, Pimperperle, Hartgeldnutte, Analtrompete, Wichser, Hurensohn, Homofürst.

Eine Sternstunde des deutschen Fernsehens.

Schmidt & Pocher: die Pornonazis Muschi und Hämorrhoiden sind ekelerregend

24. Mai 2008 um 10:29 Uhr

Wow, Harald Schmidt und Oliver Pocher setzen sich mit fast jeder Sendung in die Nesseln. Und das in der ARD! Klasse!
Erst ging es ja um den Nazimeter und nun brachte der Auftritt von Rapperin Lady Bitch Ray das Faß zum Überlaufen.

MDR-Intendant Udo Reiter forderte Schmidt auf, sich öffentlich für das Interview zu entschuldigen. Die Lady sprach ganz ungeniert darüber, dass Frauen lockerer über ihre Sexualität sprechen sollten.
Ein handfester Skandal! Frauen! Dürfen die überhaupt ihre Meinung öffentlich preisgeben? Herr Reiter: ja, schon seit einigen Jahren - zumindest in Westeuropa.
Die Wiederholungen in einigen dritten Programmen wurden gestrichen. Pornografie im Fernsehen. Das gab es zwar in den 70ern in Klimbim, aber doch nicht mehr im prüden 21. Jahrhundert. Wo kämen wir denn da hin?

Harald Schmidt tat ihm den Gefallen natürlich nicht, sondern scherzte über die Zensurmaßnahmen.

Die SWR-Rundfunkrätin Therese Wieland als Vertreterin der katholischen Kirche sprach jetzt sogar von “Ekelerregend”.

Laut der “Stuttgarter Nachrichten” schrieb sie an den SWR-Intendanten einen Brief:
“Man ist ja schon einiges gewohnt. Aber was da passiert ist, war einfach nur noch ordinär. In der Sendung seien Ausdrücke gefallen, die man sonst allenfalls in der schlimmsten Gosse höre. Ich bin nicht prüde, aber das war ekelerregend. So etwas hat bei den Öffentlich-Rechtlichen nichts zu suchen.”

Frau Wieland, Sie sind prüde.

Was die Bevölkerung darüber denkt sieht man an den Verkaufszahlen des Buches “Feuchtgebiete”. Charlotte Roche war dann auch gleich mal der nächste Gast bei Schmidt & Pocher. Und prompt fielen wieder ekelerregende Worte wie Muschi und Hämorrhoiden.

Ich finde es herrlich, wie die beiden auf solche unsachliche Kritik reagieren. Statt zu kuschen immer noch einen drauf.
Sehr schön ist es auch, dass die ARD weiterhin zu ihnen hält. Bleibt nur die Frage, wie lange noch. Wir werden ja sehen, welche Lobby das wirkliche Sagen im Lande hat. Bislang halten sich die Öffentlich-Rechtlichen tapfer.

Ferner sei zu sagen, dass Pochers Parodie auf Kahn, Löw und Podolski eine Genuß ist. Damit zieh ich den Journalisten den Zahn, die das nicht komisch fanden.
Humor ist Geschmackssache. Und ich finde es klasse.

Schmidt & Pocher: Deutsche kauft nicht bei Finnen

26. Januar 2008 um 04:56 Uhr

Nach einem Monat Weihnachtspause kehrten Harald Schmidt und Oliver Pocher diese Woche zurück. Und es war die bislang beste Woche. Hervorragende Gags, die die aktuellen “Skandal” exakt auf den Punkt brachten.

Die Gründe, warum Lisa Bunds Freund Kohle mit dem Tomekk-Video machen wollte, stellte Oliver Pocher sehr glaubwürdig nach.

Gleich mit mehreren Anspielungen gespickt liefen dann die Pointen in Bezug auf den Nokia-Rückzug aus Bochum ab. Da Deutsche nun Nokia-Handies boykottieren wollen, setzte Harald den Slogan “Deutsche kauft nicht bei Finnen” oben drauf. Er setzte nach: Bei Finnen, Amerikaneren und Japanern darf man so etwas sagen, bei Ländern südlich von Wien wäre er vorsichtig. Goldrichtig analysiert.

Man brauchte nicht lange zu warten, bis die “politisch korrekte” BILD-Zeitung darin einen neuen Nazi-Skandal sah. Auch die TV-Plattform DWDL war empört. Wir denken, zukünftige Diktatoren werden es sehr leicht haben, wenn sie sogar die ganze Welt erobern, wenn derartige Vergleiche nicht erlaubt sein sollen. Ein Freibrief für das Böse. Und dann können sich die Kritiker ja von ihren Enkeln mal fragen lassen, warum sie nichts gewusst haben…
Gerade als Respektsbekundung vor allen Geschädigten müssen auch in Zukunft Vergleiche erlaubt sein, gerade um erneutes Unheil zu verhindern!

Aufs Korn genommen wurde auch die Uri Geller-Show. Oliver trat als Super-Mentalist Morta Deller auf. In einem megawitzigen Filmbeitrag liess er durch seine Gedankenkraft Kaufhaustüren öffnen, Fahrrstühle hochfahren oder gar eine U-Bahn an einer Station anhalten. Anschließend trat er live auf und fragte einen Zuschauer nach seinem Namen. Als er den nannte, meinte Morta Deller “Das wusste ich”. Grandios!

Ja, mir haben die beiden in den letzten Wochen gefehlt. Nach all dem Rumgeschleime der letzten Wochen mit irgendwelchen dubiosen Pseudo-Skandalen sind sie wieder da - besser denn je. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und sprechen das aus, was sich andere nicht trauen. Um die Pointen zu verstehen, muss man natürlich zwischen den Zeilen lesen. 

Mutig, dass die ARD die Show weiterhin sendet. RTL hätte sich das wohl nicht getraut. Ich hoffe, die Intendanten setzen weiterhin auf die Beiden.

 

Maddin in love: freundlicher Start

22. Januar 2008 um 08:13 Uhr

SAT1 setzt alles Hoffnung auf die neue Comedy mit Maddin Schneider. Und es ging auf. Maddin muss in dieser Serie eine Frau finden, um sein Millionenerbe antreten zu können. Seine Arbeitskollegin ist an ihm interessiert, aber das merkt er nicht. Er interessiert sich eher für die Tiere im Zoo, in dem er arbeitet. So kotzt dann auch mal ein Schwein auf den Teppich einer potentiellen Kandidatin.

Die ersten beiden Folgen waren ganz amüsant, aber hatten nicht den Witz eines Pastewkas. Aber die restlichen 6 Folgen werden wir uns trotzdem anschauen.

Hella von Sinnen schaut fern beim Kacken

um 06:38 Uhr

Immer wieder erstaunlich, was der Zuschauer in TV-Sendungen so alles erfährt. In “Genial daneben” äußerte Hella von Sinnen, dass sie in ihrem Badezimmer einen Walt Disney-Fernseher mit Ohren habe. Da dieser aber keinen Teletext besitzt, steht vor ihrem Klo noch ein weiterer Apparat, um die neuesten Nachrichten lesen zu können.

Ob dieser TV-Toiletten-Genuss mit ihrem Zusammenbruch zur Aufzeichnung der neuen Rummel-Show zu tun hat, ist aber nicht bekannt. Zweimal rappelte sich Hella wieder auf, um die Sendung zu beenden. Kurze Zeit später wollte sie dann auch noch die nächste Minigolf-Show moderieren. Hoffentlich hält sie den Dauerstress aus. Denn sie hat einen wichtigen amüsanten Anteil am erfolg von “Genial daneben”. 

SAT1-Fun-Freitag: die neuen Comedies

11. Januar 2008 um 06:12 Uhr

Freitag ist Fun-Tag. Es wimmelt nur so von Sketch-Serien, vor allem auf SAT1.
Bislang war Pastewka das Maß aller Dinge. Gerade die Humorlosigkeit von Bastian Pastewka überzeugte.
Schade, dass die dritte Staffel beendet ist.
Seit letzte Woche gibt es neuen Stoff. Hier unsere Kritik:

3 ein Viertel:
Marcus Maria Profitlich, Roland Riebeling und Volker Büdts spielen in dieser Comedy 20 verschiedene Rollen im Essener Stadtteil Schraubstock.
Die Idee ist ganz gut, die Umsetzung ganz ok. Vor allem Marcus besticht mit seiner schauspielerischen Leistung.
Nicht so gelungen sind die Gags. Manche sind ganz lustig, aber großteils sind sie doch eher flach.

Das iTeam - Die Jungs an der Maus:
Diese leider nur 6teilige Serie spielt in einer IT-Firma. Oswald Bornholm ist der Chef (gespielt von Sky du Mont). Er hat nicht wirklich Ahnung von Technik. Bei ihm steht der Teamgeist an erster Stelle.
Auch die neue Teamleiterin ist eher zufällig in ihre Position gerutscht.
Gegen diese beiden müssen die beiden echten Experten im Hardware-Lager ankämpfen.
Der Auftakt verlief unerwartet humorvoll. Das mag aber auch an der Branche liegen, wenn man als Zuschauer die Alltagsprobleme eines IT-Technikers kennt.
“Haben Sie schon versucht, den Stecker reinzustecken” ist ein realer Running-Gag. Die Pointen sitzen auf den Punkt.
Grandios! Bleibt nur zu hoffen, dass die Serie auch bei branchenfremden Zuschauern gut ankommt.

Two Funny - die Sketch-Comedy:
Judith Richter und Alexander Schubert spielen hier kleine Sketche. In der Art gab es schon sehr viele Comedy-Serien.
Doch in dieser Reihe sieht man einen durchaus qualitativen Quantensprung. Die meisten Pointen waren richtig gut und ich konnte oftmals nicht nzr schmunzeln, sondern richtig lachen.
Hätte es diese Serie schon vor 20 oder 30 Jahren gegeben, wäre sie heute wohl unvergessenere Kult. Heutzutage verpufft sie leider im großen Serien-Becken.
Eigentlich schade.

Sketch-News (samstags):
Eigentlich sollte die Show mit Axel Stein, Tanya Neufeldt und Arnd Cremer die Ereignisse der Woche parodieren.
Doch davon merkt man nicht viel. Es sind hier triviale Gags, die man schon oft in dieser Form gesehen hat.
Gerade hier merkt man den deutlichen Unterschied zu Two Funny. Der Gagschreiber der Sketch-Comedy hat es drauf, der von den Sketch-News eher nicht.

Fazit: Das iTeam und “Two Funny” sind eine echte Bereicherung für SAT1, auch wenn sie Pastewka trotzdem nicht ernsthaft ersetzen können.
Die beiden anderen Neustarts sind durchaus verzichtbar.

Dinner for One: the same procedure…

10. Januar 2008 um 15:19 Uhr

Nach einer schöpferischen Pause melden wir uns im Jahr 2008 zurück. Ein frohes Neues!
Und wie in jedem Jahr gab es auch diesmal wieder zu Silvester “Dinner for One”. Diesmal kamen die dritten Programme auf insgesamt 300 Minuten Sendezeit, damit es auch wirklich niemand verpasst.
Mittlerweile gibt es ja auch einige regionale Varianten.
Gehen wir mal im Einzelnen darauf ein:

Deutschland:
Die bei uns bekannteste Fassung ist die NDR-Version vom 90. Geburtstag. Sie dauert 18 Minuten und stammt aus dem Jahr 1963.
Freddie Frinton und May Warden spielen die Hauptrollen von Butler James und Miss Sophie.

Schweiz:
Das ist im Prinzip die Urfassung von Dinner for One, die in der Schweiz aufgezeichnet wurde. Auch hier spielen Frinton und Warden die Hauptfiguren, sowie die verstorbenen Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom.
Allerdings läuft hier alles etwas schneller ab, einige Gags fehlen und die Sendung ist schon nach 11 Minuten vorbei.
Im Vergleich schneidet sie schlechter ab.

Platt:
In der plattdeutschen Variante aus Schwerin spielen Marga Heiden und Eberhard Bremer.
Die Sätze sind jedoch immer noch gut genug zu verstehen. Speisen und Getränke sind lokal zugeordnet.
Auch die Namen der Verstorbenen wurden entsprechende geändert.
Ich fand die Variante viel zu steif und irgendwie lustlos.

Hessisch:
Die hessische Variante wurde erstmals gezeigt. Sie hält sich sehr stark ans Original. Leider kommt der hessische Akzent zu wenig zur Geltung.
Also auch nicht so berauschend.

Ruhrpott:
Ja, die Rhein-Ruhrler wissen, was Humor ist. Das fehlende Tigerfell wurde ersetzt durch den Moderator, der einen Schutzhelm trägt.
Das Essen kommt vom Schnellimbiss in Plastikboxen.
Der Slang ist hier gut umgesetzt und “Dinner for Wan(ne)” macht einfach Spaß. Die Hauptrollen sind mit Thomas Rech und Silke Volkner gut besetzt.

Fazit: an das Original kommt wohl niemand vorbei, aber die WDR-Fassung ist ebenfalls jetzt schon Kult. Wie wäre es mit einer bayerischen oder sächsischen Version?
 
Jahr gab es auch diesmal wieder zu Silvester “Dinner for One”. Diesmal kamen die dritten Programme auf insgesamt 300 Minuten Sendezeit, damit es auch wirklich niemand verpasst. Mittlerweile gibt es ja auch einige regionale Varianten. Gehen wir mal im Einzelnen darauf ein: Deutschland: Die bei uns bekannteste Fassung ist die NDR-Version vom 90. Geburtstag. Sie dauert 18 Minuten und stammt aus dem Jahr 1963. Freddie Frinton und May Warden spielen die Hauptrollen von Butler James und Miss Sophie. Schweiz: Das ist im Prinzip die Urfassung von Dinner for One, die in der Schweiz aufgezeichnet wurde. Auch hier spielen Frinton und Warden die Hauptfiguren, sowie die verstorbenen Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom. Allerdings läuft hier alles etwas schneller ab, einige Gags fehlen und die Sendung ist schon nach 11 Minuten vorbei. Im Vergleich schneidet sie schlechter ab. Platt: In der plattdeutschen Variante aus Schwerin spielen Marga Heiden und Eberhard Bremer. Die Sätze sind jedoch immer noch gut genug zu verstehen. Speisen und Getränke sind lokal zugeordnet. Auch die Namen der Verstorbenen wurden entsprechende geändert. Ich fand die Variante viel zu steif und irgendwie lustlos. Hessisch: Die hessische Variante wurde erstmals gezeigt. Sie hält sich sehr stark ans Original. Leider kommt der hessische Akzent zu wenig zur Geltung. Also auch nicht so berauschend. Ruhrpott: Ja, die Rhein-Ruhrler wissen, was Humor ist. Das fehlende Tigerfell wurde ersetzt durch den Moderator, der einen Schutzhelm trägt. Das Essen kommt vom Schnellimbiss in Plastikboxen. Der Slang ist hier gut umgesetzt und “Dinner for Wan(ne)” macht einfach Spaß. Die Hauptrollen sind mit Thomas Rech und Silke Volkner gut besetzt. Fazit: an das Original kommt wohl niemand vorbei, aber die WDR-Fassung ist ebenfalls jetzt schon Kult. Wie wäre es mit einer bayerischen oder sächsischen Version?

Schmidt & Pocher: Skandal um den Nazometer

20. November 2007 um 10:09 Uhr

Was für ein Theater. 2 Wochen nach dem Auftritt des Nazometers in der Satire-Show Schmidt & Pocher erhitzen sich Politiker und Zentralräte.

Was war geschehen?
Vorangegangen war die Skandalsendung von Kerner. Eva Herman würdigte dabei frühere Anerkennungen von Müttern. Kerner und zwei Pseudo-Prominente verstanden das aber so, als wenn sie damit auch die Nazis lobte. Das war natürlich totaler Blödsinn. Als Frau Herman dann auch noch den Begriff “Autobahn” in den Mund nahm, um zu sagen, dass sich darüber keiner aufregt, drehte man ihr das Wort im Mund um und es kam zum legendären Ausspruch “Autobahn geht gar nicht”.

Dieser öffentliche Demontage folgte dann der provokante Rauswurf seitens Kerner gegenüber seinem gast Eva Herman. 

Natürlich kann man so eine Sendung nur kritisieren oder eben als Satire auffassen. Ein gefundenes Fressen für Harald Schmidt und Oliver Pocher. Mit dem Nazometer wollten sie in lustiger Form aufzeigen, dass man heutzutage fast kein Wort mehr sagen darf, ohne gleich ins recht Lager gesteckt zu werden. 

Die zumeist intellektuelle Zuschauergruppe der Show hat den Zusammenhang auch sofort kapiert und auch sich auch nicht darüber aufgeregt. Auch ich fand die Satire äußerst gut gelungen.

Doch es gibt halt Leute, die verstehen nichts mehr.

So äußerte sich Alfred Möhrle (68) vom HR: „Ich bin entsetzt. Die ganze Sendung ist indiskutabel, unerträglich. Wenn die Sendung sich nicht um 100 % bessert, muss man sie rauswerfen!“. Ich empfehle ihm den Musikantenstadtl. Ist wohl eher seine Zielgruppe. Ist amn nicht schon mit 67 Rentner? Nimmt er nicht Jüngeren die Arbeitsstelle weg?

Auch Klaus Husemann vom MDR, mit 64 verhältnismässig jung, ist empört: “Es ist eine Verhöhnung und Beleidigung der Opfer.”
Opfer? In dieser Satire geht es um Kerner und Herman. Opfer ist Eva Herman. Fühlt sie sich beleidigt?

Salomon Kern (64) vom Zentralrat der Juden äußert sich in der BILD: “An der mörderischen Politik des Nationalsozialismus gibt es nichts Witziges”. Da gebenich ihm recht. Hat aber rein gar nichts mit der Sendung zu tun. Er sollte sich lieber mit ursprünglich antijüdischen Gesetzen befassen, die immer noch in der deutschen Gesetzgebung vorfinden (ich sage nur Rechtsberatungsgesetz).

Sehr paradox finde ich die Bemerkung von Filmproduzent Artur Brauner: „Wenn ich einen Zug, einen Güterzug, vorbeifahren sehe, assoziiere ich diesen mit den Güterzügen, die Millionen in den Tod brachten. Wenn ich einen Wald betrete, erlebe ich die Vision von Hunderttausenden, die in den Wäldern mit ihren Händen ihr eigenes Grab schaufeln mussten.” Daher stuft er die Show als diffamierend und profan ein. Da frage ich mich aber: warum fordert er nicht von der Deutschen Bahn die Einstellung von Güterzügen oder die Abholzung aller Wälder?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele Menschen durch ihre Erinnerung immer noch sehr leiden müssen. Doch wollen wir nicht alle, dass es so etwas nicht mehr gibt.  Und was haben die Nazis u.a. genommen? Die Meinungsfreiheit. Wenn der Zentralrat der Juden jetzt eine Einstellung der Show fordert, dann handelt sie nicht besser als die damalige Naziregierung. Maulkorb für Andersdenkende.

Und das ist es ja nicht mal. Wer richtig hinhört und mitdenkt, der weiss, wie es Schmidt und Pocher gemeint haben. Und sie werden auch begreifen, was Eva Herman sagen will. Aber die Kritiker verurteilen lieber Menschen aus Dummheit, Nichtwissens oder Beeinflussung. Und das sehe ich als sehr gefährlich an.

Haben Schmidt und Pocher auf die Vorwürfe reagiert? Leider ja. Ok, der Nazometer-Gag war eh ein Auslaufmodell. Aber ansosnten ging man nicht die Spir darauf ein. Und auch sonst wirkten sie in der letzten Ausgabe sehr zahm. Der Maulkorb ist also schon da. Sie wissen: noch ein Gag, dem ein Senior nicht passt und die Sendung wird abgesetzt. Dann lieber brav und harmlos. Erinnert mich irgendwie ans DDR-Fernsehen.

Olli, ich denke, deine Zukunft liegt bei ProSieben. Die lassen sich nicht so einfach was sagen. Und Harald sollte gleich mitgehen. Ihr seid schließlich die Größten!

Switch Reloaded: Neues aus Lampukistan

10. November 2007 um 10:02 Uhr

Es geschehen wieder schreckliche Dinge in Porada Ninfu, der Hauptstadt von Lampukistan. In der Zepettel-Region gab es ja jahrelangen Frieden, doch nun fachten wieder heftige Kämpfe zwischen Asporen und Lampuken auf.
Man gut, dass Antonia Rados live und fast vor Ort über die Krise berichtet und Peter Kloeppel das in der RTL-Aktuelle-Parodie in “Switch Reloaded” moderiert.
Wie sollten wir auch sonst erfahren, was dieser Konflikt für die tandrelischen Warlords in den basratischen Ostregionen des westlichen Tschibuks bedeutet.

“RTL Aktuell” gehört zu den besten Szenen in der neuen Staffel dieser genialen Comedy-Reihe. Ein weiteres Highlight: “Beckmann”. Sehr gut getroffen interviewte er diesmal Bill von Tokio Hotel. “Wie hat man sich das vorzustellen?”

Klasse Auftakt der Reihe mit Hoeckers Nacktauftritt auf 9Live.
Schon bekannt aus Krügers Woche war das You Tube-Video von Osama Bin Laden.

Florian Silbereisen könnte man allerdings etwas zurückschrauben, auch wenn der Gag mit der Hartz IV-Halle in Bitterfeld nicht schlecht war.

Zutiefst schwarz war dann der Humor mit Hitler als Stromberg. Meiner Ansicht gut gelungen, weil die Stronberg-Serie gut parodiert wurde. Aber es werden wohl auch einige sehr makaber finden.

Grandios dann aber Peter Zwegat von “Raus aus den Schulden”. Seine Gesichts-Schieflage… einfach göttlich. Und dann die Familiennamen… Mandy Mandy…

Insgesamt war die erste Folge der neuen Staffel einer der besten überhaupt.

Pastewka: die trockene Comedy

um 09:37 Uhr

Eine der besten Comedy-Serien aller Zeiten ist zweifelslos Pastewka. Der gleichnamige Hauptdarsteller hat schon einige Preise dafür abgesahnt. Mit trockenem Humor wird sein Leben dargestellt. Dabei trifft er etliche seiner Comedy-Kollegen wie Michael Kessler oder Maddin Schneider.

Auf Einspiellacher wird verzichtet. Es sind auch weniger die Gags, sondern vielmehr die Situationskomik, die den Charme der Serie ausmacht. Schade, dass die Zuschauer mehr den zeitgleichen Mario Barth auf RTL sehen, der natürlich auch klasse ist. Aber Pastewka ist einfach nur eine Spur genialer. Weltklasse-Komik!

Genial daneben: von Reiselatten bis zum Strumpfhosenphänomen

um 08:56 Uhr

Wir wollen hier noch ein paar Begriffe der letzten Folgen von “Genial daneben” nachreichen, diesmal ohne Lösung zum Mitraten:

Lattenabend, Wolfssprosse, Hetzkissen, Wetterstern, Steinbrief, Galerieholländer, Rote-Hand-Brief, Elternknoten, Kältefeind, Auftrittrohr, Prüfpflücker, Strumpfhosenphänomen, Reiselatte, Schneehöschen, Käseschneider-Effekt, Brettgeld.

Besonders drollig fand Hella die Idee der Hamburger Verkehrsbetriebe HVV, ein Sammelalbum mit den Bildern aller Busfahrer herauszubringen. Auch ich finde die Idee riesig. Endlich mal kein Ärgern über den HVV.

“Genial daneben” bleibt weiterhin ein Highlight im deutschen Fernsehen. Immer wieder lustig und lehrreich.
 

Schmidt & Pocher: der Nazometer

27. Oktober 2007 um 06:58 Uhr

Mit hohen Erwartungen ging das neue Traumduo Harald Schmidt und Oliver Pocher an den Start. Die Presse war enttäuscht, doch wir sehen es eher positiv.

Im Mittelpunkt steht nun viel mehr das aktuelle TV-Programm aller Sender. So wurde das große Promi-Pilgern mit einem großartigen Einspieler aufs Korn genommen. So etwas kennt man noch aus Schmidteinander mit Herbert Feuerstein.

Bekannt aus der Schmidt-Show sind die Running Gags-Nachrichteneinlagen. Diesmal ging es um Kurt Beck. Er sei z.B. der Neue von Yvonne Catterfeld.
Auch sehr gelungen.

Und dann gab es die herrliche Sozialkritik zur laufenden Eva Herman-Diskussion. Da man mittlerweile keine Begriffe mehr nennen darf, die man auch im allerweitesten Sinne mit den Nazis in Verbindung bringen könnte (”Autobahn geht gar nicht”), haben die beiden den Nazometer auf den Tisch gestellt. Bei falschen Wörtern gab das Gerät einen Laut, so z.B. bei Wolfsburg, Ghetto, Autobahn oder Blitzkrieg.

Günter Jauch als Interviewgast kam fast gar nicht zu Wort. Gemeinsam parodierte man zwar gekonnt “Raus aus den Schulden”, aber das war’s dann auch schon. Das war ein bißchen schade.

Oliver Pocher wirkte insgesamt ein wenig zahm. Mit harten Sprüchen hielt er sich sehr zurück. Hat er noch zu sehr Respekt vor seinem Mitmoderator Schmidt? Auch Harald hatte bei seinem Opening schon bessere Tage.

Dennoch: insgesamt ein sehr amüsanter Start, der Freude auf die nächsten Ausgaben macht.  

Verstehen Sie Spaß? Neue Autoanmeldungsregeln

um 06:27 Uhr

Die Zuschauer der einst so jungen Sendung werden immer älter. daran werden auch die Stammgäste Frank Elstner, Bodo Bach und Bernd Stelter nichts dran ändern. Eigentlich schade, denn einige Ideen sind immer noch gut.

So amüsierte ich mich sehr über die Sozialkritik an den Fingerabdrücken im Reisepaß. Auch bei Neuanmeldungen von Autos soll in Zukunft ein Reifenabdruck vorgelegt werden. Diese und weitere Ideen wurden dann im Amt vorgetragen. Und alle glaubten das. Dem Staat ist halt als zuzutrauen.

Bodo Bach begleitete Andy Borg einen vollen Tag. Das war aber ebenso unlustig wie auch Kim Fisher als Lockvogel für Starfriseur Udo Waltz, der eine sehr unzufriedene Hauskundin hatte. Der Udo verstand irgendwie gar keinen Spaß.

Schön, mal wieder etwas von Wolfgang Lippert zu hören, dem ein Auto gestohlen wurde. Die Polizei verfolgte den vermeintlichen Dieb auf offener Bühne bei seiner Gesangsdarbietung.

Comedy-Falle: Warum verkleidet sich Didi?

17. Oktober 2007 um 04:43 Uhr

Oftmals versuchte sich Dieter Hallervorden zumindest noch zu verkleiden, um in der Comedy-Falle nicht erkannt zu werden. Mittlerweile macht er nicht mal das (zumindest kaum). Seine Stimme ist so eindeutig. Eigentlich müsste jeder ihn sofort erkennen. Aber auch als ständig kichernder Nachtwächter hatte die Verulkte keine Ahnung. Oder tat sie nur so? Mittlerweile finde ich die Didi-Fallen zu abgedreht.

Besser war da schon Hans-Dieter Olm als schwuler Casanova. Eine Frau stellte ihrer Freundin ihren neuen Freund (Olm) vor. Ihre Freundin erkannte sofort, dass er schwul ist. Die gebriefte Frau nicht.

Ruth Moschner heiratet einen ahnungslosen Mann als Ersatz für ihren betrunkenen Freund, um ihn ihren Eltern vorzustellen. Das war amüsant.

Auch Til Schweiger stellte eine Falle.  Ein Privatdektiv sollte eine Frau beschatten, die Angela Merkel sehr ähnlich war und eine heimliche Affäre mit Til hatte. Dabei ging aber einiges schief. Der Detektiv haute am Ende ab.

Scheibenwischer: es schäubelte mal wieder

7. Oktober 2007 um 10:40 Uhr

Ja, der Schäuble bietet seit einigen Monaten jede Menge Stoff für jeden Kabaretisten. Ob Bundestrojaner, Angstmacher oder Flugzeugschütze… das Scheibenwischer-Team freute sich über so viele Vorgaben.
Matthias Richling begeisterte am Ende dann auch mal wieder mit einer seinen glanzvollen Parodien. Diesmal musste Steinmeier leiden.
Schön ist es immer, wenn die gelernten Texte vergessen werden und improvisiert werden muss. Denn manchmal wirken die Sketche zu einstudiert.

Die Comedy-Falle: Tom Gerhardt nervte Daytona Disney

um 10:23 Uhr

Es gibt ja viele Formen der versteckten Kamera. Einige sind gut, andere eher mau. Die Comedy-Falle mit Kai Pflaume gehört aber sicherlich zur ersten Kategorie.
Auch diesmal verkleideten sich wieder vier Prominente und legten unbescholtene Bürger rein:

Schauspieler Thomas Heinze war ein Kontrolleur in der Pommesbude. Der Imbiß musste aus gesundheitlichen Gründen in die Luft gesprengt werden. Dank der Kandidatin ein guter Einstieg:

Glanzpunkt war dann Tom Gerhardt. Er spielte einen sehr nervigen und aufdringlichen Fan von Daytona Disney. Die Betreuerin übersetzte absichtlich einige intime Sprüche falsch und blieb insgesamt recht besonnen. Herrlich!

Janine Kuntze spielte eine Friseurin, in desssen Salon einiges schief ging. War mir etwas zu überkandidelt diesmal.

Hammerhart dann noch Hans Werner Olm, der eine Frau im italienischen Restaurant als Italiener umgarnte. Ihr Freund war total eifersüchtig. Olm bot ihm dann auch noch geld für eine Nacht mit ihr an. Toll gespielt. Ich will aber nicht wissen, was danach so abging. Die Freundin wusste natürlich Bescheid. Aber das war schon harter Tobak. Andererseits reagierte auch der Mann nicht so, wie sie sich das vielleicht erhofft hatte.
Na ja, it’s not my business…

Schöner Schlusspunkt ist immer die Rachefalle, um jemanden reinzulegen, der selber öfters Spässe mit anderen macht.  

Genial daneben: Gags um die Schluckertoilette

um 10:00 Uhr

Diesmal sassen Horst Richter, Michael Kessler und Bürger Lars Dietrich im Rateteam.
Um Burger ging es auch gleich bei der Frage, warum es bei McDonalds in Toronto eine Wand mittendrin gibt. Das liegt daran, dass auf der anderen Seite eine U-Bahnstation liegt. Die Gäste haben bereits Tickets.
Eine Schluckertoilette dient zum Auskacken von Drogen, bei einem Flaschenhalsereignis vermehren sich wenige Menschen stark, ein Krabbenmännchen trägt sein Weibchen tagelang vor dem Sex rum und ein Gehängestäuber ist für ein Mehlbestäuber in einer Großbäckerei bestimmt.
Was ein Glasgebäude anrichten kann, sieht man in Dresden. Dort flogen ständig Vögel gegen die Scheibe. Daher wurden in den Bäumen Lautsprecher mit Vogelgezwitscher installiert.

Geraten wurde wieder mal nicht viel. Unterhaltsam ist die Sendung aber weiterhin allemal.

Genial daneben: die teuersten Weine lagern oben

1. Oktober 2007 um 07:23 Uhr

Anke Engelke, Wigald Boning und Hennes Bender sassen diesmal mit am Tisch. Der alte Herr Balder stellte wieder amüsante Fragen. Es ging um die Füße des Männchens des Blaufußtölpel-Weibchens und großen und kleinen Eiern. Fragt mich nicht nach der Antwort. Das war mir zu konfus.  
Anke wusste den Grund, warum in der Umkleidekabine einer dänischen Boutique eine Plastiktüte hängt. Damit sollen Klamotten nicht schmutzig gemacht werden.
Die Druckzwiebel hat etwas mit dem Hausbau zu tun, bei einem Aupasszirkel geht es um Pferde und Schlafburschen durften früher im Bett der Herrschaften schlafen.  
In einer Londoner Bar am Flughafen Stansted lagern die teuersten Weine in 13 Meter . Akrobaten holen die Weine bei Bestellung, um den Gast für sein Geld etwas zu bieten.

Genial daneben: Hat das Patentamt ein Patent auf 7 Briefkästen?

21. September 2007 um 10:11 Uhr

Oliver Welke, Kim Fischer und Ralf Schmitz verstärkten diesmal das Rateteam. In den letzten Wochen kamen nicht viel Antworten zustande. Diesmal kam Bernhard immerhin auf den positiven Decksprung. Es ist eine Wölbung auf dem Schiffsdeck.
Er wusste auch, dass sich auf Bali hinter Türen oft Mauern befinden, damit die Geister nicht den Weg finden.
Ralf kam darauf, warum Löwen in Zoos keine Mähne haben. Sie sind kastriert.
Nicht gelöst wurde die Liebesbrücke, der Schaumstoff zwischen zwei Matratzen.
Auch der Erdbebendeckel in Österreich als Obergrenze für Versicherungssummen war unbekannt.
Der Hammer kam aber vom von mir ungeliebten Patentamt. Die Bundesbehörde hat 7 Briefkästen hängen. Pro Tag ist nur einer offen. Damit können sie sehen, wann ein Patent eingeworfen wurde. Das wäre doch ein Patent wert. Hoffentlich gibt es dann nicht Häuser mit 7 Parteien. Die könnte sie dann gleich abmahnen. 

Krügers Woche: Geniales Schäuble-Interview

12. September 2007 um 11:05 Uhr

Jawoll, in der dritten Woche läuft es endlich. Mike Krüger hat so langsam den Dreh raus. Die gesungene Videobotschaft von Bin Laden war Weltklasse. Und die Vorabversion von Anne Will im Interview mit Wolfgang Schäuble, dem Bundestrojaner und Waffenfan, war sehr genial und treffend.
Auch wenn ich die Sache mit Eva Hermann anders sehe, ist es natürlich trotzdem gestattet, sich darüber lustig zu machen. Mike hielt sich aber noch einigermassen zurück. Ansonsten natürlich auch weiterhin einige Witze, die in die Hosen gingen, aber generell scheint die Sendung auf einem guten Weg zu sein.
Auch schön, dass Axel Schulz so selbstironisch mitspielte.

Genial daneben: Wiedersehen mit Anke Engelke

um 09:29 Uhr

Lange Zeit war sie nicht auf dem Bildschirm zu sehen. Nun sass sie mal wieder im Panel von “Genial daneben” neben Guido Cantz: Anke Engelke. Aber das half dem Rateteam wenig. Sei kamen auf keine einzige Lösung.

An der französischen Atlantikküste tragen 20 Esel Hosen. Früher wurden dadurch Stechmücken abgewehrt, heute erfreuen sie damit die Touristen.
Bei einer Handtaschenschaltung öffnet sich nur die Fahrerseite eines Autos, um Dieben keine Chance zu geben.
Ein Rentnerblatt befindet sich am Fahrrad, ein Schneckenfehler hat etwas mit Mechanik zu tun und ein Sprechbrett hilft Schnellsprechern.

Genial daneben: das Eierkabinett

7. September 2007 um 10:07 Uhr

Wieder ein unterhaltsamer Abend beim alten Mann, dem Herrn Balder.
Vor allem Michael Kessler und Ingo Appelt brachten einige gute Pointen.
Hoecker löste die Frage, warum die Fachhochschule Gelsenkirchen 13 Gläser Pflaumenmus an die Stadt Hamburg verkaufte. Damit sollten sparsame Toiletten getestet werden.

Alles andere war zu schwierig. Im November 2007 werden in der indischen Wüste Thar 300 Kloschüssel aufgestellt. Betuchte Besucher der Kamelmesse dürfen dann unter einem Zelt ihren natürlichen Geschäften nachgehen.
Unter einem Heidi-Test versteht man einen Kinder-Sehtest.
Das Krokodilstränen-Phänomen tritt auf, wenn man beim Essen weint.
Einen Abwurfbeutel benutzen Krankenhäuser für ihren medizinischen Sondermüll.
Und ein Eierkabinett ist ein Tablett mit Aushöhlungen für Eier.