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Wok-WM wird zur Dauer-Werbesendung

Es gibt schon kranke Bestimmungen in Deutschland. Einer der fragwürdigsten Regel bestimmen das Ausmaß und die Durchführung von Werbemaßnahmen im deutschen TV. Ohne Werbung kann eine Marktwirtschaft nicht funktionieren. Wenn Werbung nervt, schadet das dem Zuschauer als auch den Unternehmen, die dafür viel Geld zahlen.  

Und genau dahin treibt es der Staat. Die Werbung wird kontraproduktiv wegen der Werbeinseln, die sich kaum jemand anschaut. Viel effektiver und für den Zuschauer interessanter wäre zielgerichtete und passende Werbung. Der Staat nennt das aber Schleichwerbung und verbietet es.

So geschehen nun mit der letzten Wok-WM. Die beliebte Fun-Sportveranstaltung von Stefan Raab wird regelmässig gesponsert von Unternehmen, die ihre Banner an der Rennstrecke befestigen oder Namensgeber für die Viererwoks sind. Das ist bei Sport-Events niemals ein Problem. Es ist zwar auch Werbung, aber was kann das TV dazu, wenn in einem Fußball-Stadion überall Firmennamen prangen? Soweit gut. Aber die WOK-WM wird von den TV-Kontrolleuren nicht als echte Sportveranstaltung anerkannt. Das alleine ist schon eine Unverschämtheit gegenüber den Wok-Sportlern, die tagelang trainieren und ihr Leben aufs Spiel setzen.

Raab musste Strafe zahlen. Die nächste Wok-WM war zudem gefährdet. Ohne Sponsoren wäre eine solch erklassige Sendung ohne GEZ-Gebühren nicht möglich. Aber Raab ist ja clever. Und so nutzt er eine Lücke dieses ohnehin schon merkwürdigen Systems. Die Wok-WM wird als Dauerwerbesendung gekennzeichnet. Somit kann er in den 3 bis 4 Stunden soviel Werbung unterbringen, wie er möchte. Das dürfte sogar ein Vorteil für ProSieben sein, obwohl am Nachmittag dann weniger Werbung laufen wird. Aber effektiv ist ohnehin eher der Abend. Dass die Zuschauer damit mehr “Schleich”werbung sehen, ist den Gesetzeshütern ja zum Glück egal.

Ich finde es klasse, dass Raab ein kontraproduktives Gesetz mit eigenen Mitteln schlägt und damit demonstriert, dass der Staat diese ganzen sinnlosen Hürden für den wirtschaftlichen Mittelstand endlich abschafft.  


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Der Beitrag wurde am 9. Februar 2009 um 09:40 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Sport gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.