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Eurovision Song Contest: Kein Vodka in Belgrad

Die beiden Halbfinalsendungen sind vorbei und es gab wieder viele Enttäuschungen. Am Dienstag flog bereits der irische Truthahn raus wie auch die wunderbare Weise aus Belgien, der hochkarätige Beitrag aus Zypern und noch weitere gute Songs.

Am Donnerstag ging die Katatstrophe weiter: die beiden besten Beiträge aus Zypern und Malta (”Vodka”) dürfen am Samstag nicht im Grand Prix-Finale in Belgrad antreten.
Dafür sind aber solche üblen Werke aus der Türkei oder die Langweiler aus Aserbaidschan oder Russland dabei.

Viel bleibt nicht übrig.
Lediglich das Weiterkommen von Portugal war eine positive Überraschung. Schließlich hat das Land keine Lobby.
Nur 6 Titel kann ich wirklich als gut bezeichnen. Das ist die schlechteste Quote seit 1983.

Serbien ist mein Favorit. Erfreulicherweise hat er durch die Ost-Allianz auch gute Chancen zum Sieg. Doch danach wird ihn wieder keine deutsche Plattenfirma veröffentlichen.

Und die No Angels? Mehr als Platz 15 wäre schon eine große Überraschung und ein Erfolg.

Warten wir’s ab…

Hier meine persönliche Wertung der Finalsongs: 
1 SER Jelena Tomasevic - Oro (die Gastgeber mit einem gefühlvollen Megawerk, das wie ein Soundtrack wirkt)
2 POR Vânia Fernandes - Senhora do mar (beim Hören liegt man am Meer, folkloristischer Hochgenuss)
3 ARM Sirusho - Qele Qele (Die Ruslana kommt diesmal aus Armenien, ethischer Pop-Rock-Kracher)
4 FRA Sebastien Tellier - Divine (sehr “technischer” moderner Song, recht ungewöhnlich für den ESC, klingt etwas nach schnelleren R. Sanderson-Songs)
5 ISL Eurobandið - This is my life (Ungewohnte Klänge aus dem hohen Norden: Eurodance vom Feinsten)
6 LET Pirates of the Sea - Wolves of the sea (Eine Mischung aus DJ Bobo, DJ Ötzi und Dschinghis Khan)
7 BSH Elvir Lakovic Laka - Pokusaj (der Bananensong, Pop, Spaß und Folkore)
8 KRO Kraljevi Ulice and 75 cents - Romanca (Akkordeonfeeling)
9 SWE Charlotte Perrelli - Hero (Song klingt auch nach Hero, gut, aber nichts neues)
10 GRE Kalomoira - Secret Combination (Euro-Griechenerz, leider in englisch)
11 DEN Simon Mathew - All night long (Gute Laune-Song für ein Filmende)
12 GER No Angels - Disappear (kennen wir ja)
13 ISR Bo’az Ma’uda - Ke’ilo kan (mittelmässiger Gefühlssong)
14 FIN Teräsbetoni - Missä miehet ratsastaa (noch härterer Hardrock)
15 GEO Diana Gurtskaya - Peace will come (einer der besseren der langweiligen Songs)
16 ESP Rodolfo Chikilicuatre - Baila el chiki chiki (sehr eigenwillig)
17 POL Isis Gee - For life (hausbacken)
18 ROM Nico & Vlad Mirita - Pe-o margine de lume (für Klassikfreunde)
19 RUS Dima Bilan - Believe (sehr schnulzig)
20 ALB Olta Boka - Zemren e lame peng (etwas zu belangloser Herzschmerz)
21 UKR Ani Lorak - Shady lady (viel Geschrei im Disco-Pop-Song, geht so)
22 NOR Maria Haukaas Storeng - Hold on, be strong (gewöhnlicher Radiohit)
23 AZE Elnur Hüseynov and Samir Javadzadeh - Day after day (bedeutungslos)
24 TRK Mor ve Otesi - Deli (Türkische Elemente fehlen komplett)
25 GBR Andy Abraham - Even if (im Stile George Michaels)


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Der Beitrag wurde am 24. Mai 2008 um 09:36 veröffentlicht und wurde in der Kategorie Unterhaltung gespeichert. Du kannst Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen TrackBack auf deiner Seite einrichten.