Schreinemakers geht gar nicht
Mit viel Pressewirbel ging am Freitag erstmals auf dem Top-Qualitäts-Sender 9Live die neue innovative Show mit Margarete Schreinemakers auf Sendung.
Es sollte ja etwas ganz neues sein. Eine Verbindung zwischen TV und Internet. So etwas hätte die Welt noch nicht gesehen. Damit läge 9Live der Konkurrenz meilenweit voraus. Ach, was haben wir da alles lesen müssen…
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Dame tatsächlich etwas neues bieten würde. Sie hatte ja mal Anfang der 80er gute Shows in der ARD. Aber diese Zeiten sind vorbei. So wollte ich mir die Senung eigentlich gar nicht ansehen.
Aber man soll ja nicht urteilen, ohne zu wissen, worum es geht. Das Ergebnis war aber noch schlimmer als befürchtet. Schreinemakers plauderte mit Marijke Amado über ihre gescheiterte Beziehung und sie suchte für jemanden eine Frau. Dazwischen wurden immer einige Leute aus dem Chatraum oder per Telefon zugeschaltet. Sie durften Fragen stellen. Bis auf einen scheinbaren Fake, der sich als Taxifahrer ausgab, waren die Fragen wenig sensationell.
Das Mikrofon hatte mehrere Aussetzer. Da sollte 9Live mal etwas bessere einkaufen. Aber die große Frage war: was war an dem System nun so innovativ. Dass Leute anrufen können, zeigen schon seit Jahrzehnten andere wesentlich bessere Nighttalker wie Domian. Und dass es halt nun übers Internet geht… ganz toll.
Ganze 20000 Zuschauer wollten die Premiere sehen. Ein Debakel. Und alle anderen dürfen sich freuen, eine ziemlich langweilige Sendung verpasst zu haben. Margarete wirkte wie eine Schlaftablette. Ich schalte nicht mehr ein.