Schmidt & Pocher: der Nazometer
Mit hohen Erwartungen ging das neue Traumduo Harald Schmidt und Oliver Pocher an den Start. Die Presse war enttäuscht, doch wir sehen es eher positiv.
Im Mittelpunkt steht nun viel mehr das aktuelle TV-Programm aller Sender. So wurde das große Promi-Pilgern mit einem großartigen Einspieler aufs Korn genommen. So etwas kennt man noch aus Schmidteinander mit Herbert Feuerstein.
Bekannt aus der Schmidt-Show sind die Running Gags-Nachrichteneinlagen. Diesmal ging es um Kurt Beck. Er sei z.B. der Neue von Yvonne Catterfeld.
Auch sehr gelungen.
Und dann gab es die herrliche Sozialkritik zur laufenden Eva Herman-Diskussion. Da man mittlerweile keine Begriffe mehr nennen darf, die man auch im allerweitesten Sinne mit den Nazis in Verbindung bringen könnte (”Autobahn geht gar nicht”), haben die beiden den Nazometer auf den Tisch gestellt. Bei falschen Wörtern gab das Gerät einen Laut, so z.B. bei Wolfsburg, Ghetto, Autobahn oder Blitzkrieg.
Günter Jauch als Interviewgast kam fast gar nicht zu Wort. Gemeinsam parodierte man zwar gekonnt “Raus aus den Schulden”, aber das war’s dann auch schon. Das war ein bißchen schade.
Oliver Pocher wirkte insgesamt ein wenig zahm. Mit harten Sprüchen hielt er sich sehr zurück. Hat er noch zu sehr Respekt vor seinem Mitmoderator Schmidt? Auch Harald hatte bei seinem Opening schon bessere Tage.
Dennoch: insgesamt ein sehr amüsanter Start, der Freude auf die nächsten Ausgaben macht.