Hart aber fair: Guter Start für Plasberg
Die Plasberg-Talkshow “Hart aber fair” lief sehr gut in den dritten Programmen. Nun stieg er in das Erste auf. Mit großem Medienrummel verfolgten die Journalisten und Zuschauer die Premiere. Und sie waren zufrieden. Wir auch.
Es ging um Soziales in der Politik. Gysi und Steinbrück mussten Rede und Antwort stehen. Der Moderator stellte genau die richtigen Fragen und stellte die Weichen. Die Politiker konnten nicht ausweichen. Plasberg hakte perfekt nach. Steinbrück kam dadurch doch sehr ins Schlittern. Gregor Gysi ließ sich nicht beirren. Er scheint zu seinen Argumenten zu stehen.
Auch gute Pointen kamen nicht zu kurz. Auf die Bemerkung “Ich muss jetzt gehen”, weil Steinbrück in der Sackgasse steckte, konterte Plasberg: “wir sind doch nicht bei Kerner”.
Im Vergleich zu Sabine Christiansen, Anne Will und Maybritt Illner schneidet Frank Plasberg mit Abstand am besten ab. Christiansen haben wir zwar immer vorgeworfen, das sie ihre Gäste zu häufig unterbricht - gerade, wenn es spannend wird. Plasberg macht das auch, aber an den richtigen Stellen und mit Sinn. Er lässt seine Gäste erst gar nicht zu wohl überlegten “politisch korrekten” Sätzen kommen. Gut so.