Die GEZ hat ja richtig Humor
Endlich konnte ich mal wieder so richtig herzhaft über eine Meldung lachen (auch wenn sie eigentlich ganz ganz traurig ist).
Die Gebühreneinzugszentrale (kurz GEZ genannt) hat das Internetportal akademie.de abgemahnt. Einer der Gründe sei die falsche Wortwahl. GEZ-Gebühren oder gar GEZ-Anmeldung sind böse Worte.
Dazu fällt mir spontan der Film “Das Leben des Brian” ein:
“Jehova Jehova” - “Er hat Jehova gesagt”.
Die GEZ mag ihre eigenen Bezeichnungen nicht mehr. Finden wir zwar auf deren Anmeldebögen links oben GEZ und mittig “Anmeldung”, so ist deren Zusammensetzung ein böses Wort. Und darauf steht nun mal Strafe.
In ihrer Abmahnung fordert die GEZ die Website-Betreiber doch tatsächlich wörtlich - und das ist jetzt echt kein Witz, keine Satire und keine Aprilscherz - auf:
Statt “GEZ-Anmeldung” muss es heißen:
“gesetzlich vorgesehene Anmeldung zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte”.
Statt “GEZ-Anschreiben” muss geschrieben werden: “Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird”
Statt “GEZ-Gebühren” schreibe man gefälligst ”gesetzliche Rundfunkgebühren”.
Und “PC-Gebühren” sind natürlich “gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Empfangsgeräte”.
Ich finde, man sollte die GEZ und ihren Anwälten, die anscheinend jeden Schwachsinn mitmachen, solange die Kasse stimmt (um einer Abmahnung vorzubeugen: man beachte das Wort “anscheinend” - ich werde mich hüten, das jemanden in einem abmahnwütigen Land konkret zu unterstellen) , zum Comedypreis 2007 nominieren. Es ist zwar schwarzer Humor, aber trotzdem sehr gut.
Anscheinend macht sich die GEZ Sorgen um ihren Ruf. Warum eigentlich? Sie bekommen doch automatisch unser aller Geld, ob wir nun einen PC aus dem Mittelalter haben, der rein theoretisch einen Zugang zum Internet haben könnte oder nicht.
Wir werden uns in Kürze mal die Öffentlich-rechtlichen Sender im Vergleich zu Pay-TV und Voll-Werbe-TV hier im Blog gezielt vornehmen, um zu sehen, ob der Betrag für die GEZ-Gebühr, oh Verzeihung: gesetzliche Rundfunkgebühr gerechtfertigt ist oder nicht. Denn im Grunde liegt bei den ÖR-Sendern das Imageproblem.
Vorweg gesagt: es gibt sehr gute Angebote, doch die bekommt kaum jemand von der sogenannten Zielgruppe mit. Also, liebe GEZ (die ihr ja im Grunde nur Handlanger des Staates seid), wendet euch mit eurer Beschwerde lieber an die richtigen Stellen und unterdrückt nicht die Meinungsfreiheit.
Unser Blog tut das Seine, in dem wir lobenswerte Sendungen preisen, wenn wir wirklich von der Qualität überzeugt sind.