Akte 07: Fahrradklautricks für Diebe
Meine Lieblings-Aufreg-Sendung: die Akte mit Ulrich Meyer. Zunächst wurde die Großfamilie Schoffie aus St. Augustin zum Campen nach Südfrankreich begleitet. Real Life.
Dann aber mal wieder ein Klopper. Es wurde festgestellt, dass immer mehr Fahrräder gestohlen werden. Das geht sehr einfach. Die Akte zeigt die Werkzeuge, die die Diebe nutzen und in Tests wurde dargestellt, wie schnell und einfach sie funktionieren. Doch was bringt so etwas? Der allgemeine Radfahrer weiß zwar nun, dass die Schlösser nicht nützen. Aber wie soll man sein Rad denn nun unbesorgt alleine lassen?
Schlimmer noch: nun weiß auch jeder Möchtegern-Dieb, wie man Fahrräder schnell klauen kann. Es wird noch “besser”: getestet wurde auch die Reaktion von Passanten. Nur einer stellte den Dieb zur Rede. Die anderen schauten weg. Wieder ein Grund mehr, eine Straftat zu begehen. Man könnte folgener, dass Akte 07 somit eher den Diebstahl fördere.
Anders herum kann man das natürlich auch als Aufforderung sehen, den nächsten Dieb zu schnappen. Doch wenn es sein eigenes Fahrrad ist und er nur die Zahlenkombination vergessen hat? Da braucht man Feingefühl. Wie wird das gefördert? In der Sendung davon keine Spur.
Um Strataten ging es auch bei einer Mädchen-Gang in Berlin. Der Alltag bei Jugendlichen: Gewalt, Verbrechen, Drogen, Diebstahl. Die vier Mädels begingen 40 Straftaten in 2 Jahren und schienen sogar noch stolz darauf zu sein. Dafür beklagten sie sich aber über ihre Freunde, die sie regelmässig verprügeln. Was für eine Gesellschaft! Merken die jungen Menschen nicht mehr frühzeitig, mit welchen perversen Leuten sie sich umgeben? Aber junge Frauen wollen wohl auch starke Männer.
Das wurde auch in der Geschichte von Stephanie und Andre bestätigt. Andre ist mittlerweile eher ein Schlaffi (aus Sicht seiner Frau). Ehekrisen, es nervt beide etwas am Partner. Es kam der Beziehungscoach. Mit Kompromissen sollten die Probleme beseitigt werden. Aber ist das die Lösung. “Genervt sein” ist ein Alltagsproblem. Jeder denkt nur noch an sich und seine eigenen Wünsche. Vieles unwichtige wird für wichtig genommen, z.B. ob die Schuhe im Hausflur ordentlich abgestellt sind. Jammern auf hohem Niveau nennt man das.
Und zum Abschluss ging es um den Haustierfanatiker, der durch das Einwirken von SAT1 ein Tierhalteverbot bekommen hat. Ich kann nur hoffen, dass es wirklich zugunsten der Tiere war. Dann hätte die Akte mal eine gute Tat vollbracht.