Tour de France: ARD und ZDF konsequent
…und es wurde doch wieder eine Tour de Dope. Zumindest im Vorfeld wurde wieder gedopt, was das Zeug hielt. Patrik Sinkewitz vom Team T-Mobile hat es erwischt. Die A-Probe auf Testosteron war positiv, er völlig überrascht.
Dabei hatten nach all den Beichten der letzten Monate die fahrer versichert, nicht mehr zu dopen. Immerhin stehen nun hohe Geldstrafen und auch rechtliche Konsequenzen auf dem Spiel.
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF warnten vorher schon, aus der Übertragung auszusteigen, wenn es nochmal zu einem Doping-Vorfall kommen würde. Der kam und so endete die Tour gestern auf diesen Kanälen. Ich finde das sehr konsequent. Immer nur warnen bringt auf Dauer nichts. Für die Zuschauer, die trotzdem weiterschauen möchten, bleibt ja noch die Übertragung auf Eurosport und den benachbarten Sendern aus Frankreich und Belgien. Es ist also eher ein symbolischer Boykott, der den Radfan nicht trifft, aber die Dopingsünder vielleicht doch mal aufhören lässt.
Bemerkenswert bei der Doping-Geschichte ist, dass auf 1 Stunde nur 1 Minute Zeitvorteil herauskommt, wie neulich ein Arzt freiwillig getestet hatte. Da die Radfahrer lange Zeit in Gruppen eher taktieren dürfte sich Doping für die meisten Fahrer ohnehin nicht rentieren. Mal ganz abgesehen von den Gesundheitsschäden. Aber damit leben Boxer ja auch - und das sogar ohne Doping.
Nichtsdestotrotz ist Radfahren ein schöner Sport und eine gesunde Freizeitgestaltung. Also am besten ein Rad kaufen und dann raus in die Natur.